Mittwoch, 26. September 2018

Kritik an neuer Sammelabschiebung nach Afghanistan von München aus

P R E S S E M I T T E I L U N G

Trotz der unverändert angespannten Sicherheitslage – erst Ende Januar kam es in Kabul zu einem schweren Anschlag mit über 100 Toten – schiebt die Bundesrepublik weiterhin Menschen nach Afghanistan ab. Nach Informationen des Bayerischen Flüchtlingsrates ist am Münchner Flughafen für morgen, den 20. 2. 2019 offenbar wieder eine Sammelabschiebung geplant.
Die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste, Gülseren Demirel kritisierte die geplante Abschiebung als „unverantwortlich.“ Gülseren Demirel: „Die Sicherheits- und Versorgungslage in Afghanistan ist unverändert sehr schlecht – dies geht klar und deutlich aus den Lageberichten etlicher internationaler Organisationen hervor. Die Abgeschobenen kommen in ein zerstörtes Land ohne Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit, das in vielen Teilen von Aufständischen und den Taliban kontrolliert wird. Mehrere Millionen Afghanen sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Abschiebungen nach Afghanistan sind daher bis auf weiteres abzulehnen – diese Position hat sich auch der Münchner Stadtrat im Sommer 2017 zu eigen gemacht.“

 

 

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