Antrag der Grünen – rosa liste erfolgreich: Stadt wird gegen sexistische Werbung vorgehen

P R E S S E M I T T E I L U N G

Auf Antrag der Grünen – rosa liste hat der Stadtrat heute beschlossen, gegen sexistische Werbung auf städtischen Werbeanlagen vorzugehen. Nutzer dieser Anlagen werden zukünftig vertraglich verpflichtet, gegen die Menschenwürde verstoßende oder sexistische Werbeaufträge zurückzuweisen. Ob es sich um einen Fall von Sexismus handelt, entscheidet die Gleichstellungskommission. Eine weitergehende Forderung der Grünen, die Einrichtung einer „Werbewatchgroup“, wurde allerdings abgelehnt.

Stadträtin Anja Berger begrüßte den Beschluss als „längst überfällige Positionierung der Stadt gegen den Sexismus in der Werbung“: „Frauen werden zu Werbezwecken regelmäßig in sexistischer Weise dargestellt, reduziert auf bestimmte körperliche Merkmale und ohne direkten Zusammenhang mit dem beworbenen Produkt. Es ist höchste Zeit, dass die Stadt solche Werbung auf ihren Anlagen nicht mehr toleriert. Besser wäre es allerdings, auch eine Werbewatchgroup einzurichten, in der Experten sich mit der Werbung auf sämtlichen Flächen in der Stadt befassen und über die Einhaltung von Standards der Menschenwürde und Gleichberechtigung wachen. Dies wäre ein noch stärkeres Signal an die Werbewirtschaft gewesen und hätte dem Kampf gegen Sexismus in der Werbung eine stabile institutionelle Grundlage verschaffen können. So bleibt abzuwarten, dass sich die Einsicht in gleichstellungspolitische Notwendigkeiten auch in dieser Frage bei den großen Fraktionen durchsetzt, denen jetzt noch der Mut dazu gefehlt hat.“

 

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