Dienstag, 25. September 2018

Architektur-Wettbewerbe weiter öffnen

Antrag

Die Stadt München entwickelt Vorgaben um die Architektur-Wettbewerbe weiter zu öffnen, mehr unterschiedliche Verfahren durchzuführen und mehr Varianz unter Teilnehmenden und Fachpreisrichtern zu erreichen.

Dabei sollen folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Evaluierung der bisherigen Varianz bei geladenen Büros und Juroren in den Wettbewerben der letzten Jahre;
  • Durchführung von mehr offenen Wettbewerben und Verfahren mit vorgeschalteten Bewerbungsverfahren;
  • Einladung von jüngeren, unbekannteren und mehr internationalen Büros durch Vorschlagslisten, Quoten oder Wild Cards bei Wettbewerben;
  • Erfahrungen aus anderen Ländern und Städten auswerten und Vorschläge zur Umsetzung auswählen, wie z.B. Zürich mit öffentlichen Jurysitzungen;
  • Durchführung eines jährlichen städtischen Ideenwettbewerbs für Studierende.

 

Dabei sind auch die Erfahrungen und Wünsche der Berufsverbände und Kammern mit einzubeziehen.

 

Begründung:
Die Ergebnisse von Architektenwettbewerben werden von Bürgerinnen und Bürgern immer öfter in Frage gestellt. Oft steht der Vorwurf im Raum, dass immer nur die gleichen Personen sich gegenseitig bewerten und dies auch Ursache für sich ähnelnde Siegerentwürfe in gleichförmigem Stil ist. Diesem Vorwurf sollte nachgegangen werden. In München finden noch relativ viele Wettbewerbe statt, allerdings fast immer beschränkt und mit Einladung von bereits etablierten Büros. Am Beispiel des Kreativquartiers kann man aber beobachten, dass es sich lohnt, bei passenden Flächen auch mal offene Wettbewerbe zu wagen. Die Stadt Zürich führt Wettbewerbe offen durch und erzielt damit spannende Ergebnisse. Außerdem werden dort Jurysitzungen auch für die Bürger geöffnet.
Die Prozesse einer Jurysitzung sind spannend – sie transparenter zu machen könnte helfen, mehr Verständnis für die Ergebnisse zu erzeugen. Die oft geäußerte Kritik an der geringen Vielfalt sollte aufgegriffen werden, daher sollten bei jedem Wettbewerb auch weniger bekannte Büros – auch aus dem Ausland – eine Chance bekommen.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Anna Hanusch
Paul Bickelbacher
Herbert Danner
Sabine Nallinger
Gülseren Demirel
Sabine Krieger
Katrin Habenschaden
Mitglieder des Stadtrates

 

 

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