Raus aus der Kohle – jetzt die Weichen stellen

P R E S S E M I T T E I L U N G

 

Der beschleunigte Ausstieg aus der Kohleverbrennung im Heizkraftwerk Nord steht im Zentrum eines vierteiligen Antragspakets der Fraktion Die Grünen – rosa liste. Angesichts der Beschlüsse beim Klimagipfel von Paris muss München jetzt die technischen Weichenstellungen vornehmen, um einen früheren Kohleausstieg bei den entsprechenden bundespolitischen Rahmenbedingungen überhaupt möglich zu machen, so Stadtrat Dominik Krause.
Die Grünen fordern daher, die Fernwärme-Versorgung durch Geothermie-Anlagen in München deutlich zu beschleunigen und noch in diesem Jahr mit den Planungen für die Umstellung des Fernwärmenetzes von Dampf- auf Heißwasser zu beginnen.
Dominik Krause: „Für die von den Stadtwerken verfolgte Fernwärmevision 2040 sind der Ausbau von Geothermie-Anlagen sowie die Umstellung der Fernwärmenetze von Dampf auf Heißwasser unabdingbar. Dies zu beschleunigen ist also nur eine Frage des politischen Willens. Gleichzeitig schafft man so die Basis für einen beschleunigten Kohleausstieg vor dem Jahr 2035, der durch eine Änderung der ökonomischen Rahmenbedingungen wirtschaftlich werden und doch noch eine Stadtratsmehrheit erhalten könnte.“
Mit einer Anfrage will Krause außerdem weitere Bedingungen und technische Voraussetzungen für den beschleunigten Kohleausstieg abklären. Er fragt nach dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Umstellung des Fernwärmenetzes auf Heißwasser und nach den möglichen Konsequenzen, falls das HKW Nord – wie vom Bürgerbegehren „Raus aus der Steinkohle“ gefordert – im Jahr 2022 abgeschaltet würde, ohne dass das Fernwärmenetz vollständig bzw. ausreichend umgestellt worden wäre.
Außerdem widmen sich die Grünen der Zukunft des Areals des stillgelegten Heizkraftwerks Freimann. Sie wollen wissen, ob das Gelände weiterhin zur Energiegewinnung genutzt werden soll und, falls ja, welche Technik in welcher Größenordnung angewandt werden soll.
Dominik Krause: „Falls an diesem Standort ein neues Kraftwerk gebaut werden soll, ist dies von erheblicher Bedeutung für die Frage, wann München aus der Kohleverbrennung aussteigen kann. Ein mögliches neues, gasbetriebenes Heizkraftwerk ist für einen Kohleausstieg vor 2035 wichtig, darf aber andererseits aber auch nicht zu groß sein um nicht der Fernwärmevision der Stadtwerke zu widersprechen und langfristig an fossiles Gas gebunden zu bleiben.“
Die Fernwärmevision der Stadtwerke besagt, im Jahr 2040 nur noch 20% des Fernwärmebedarfs mit Gasverbrennung zu decken – und dies noch dazu mit erneuerbarem Energieträger wie Windgas.

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