Den Bahnhofsplatz autofrei gestalten

1. Der Bahnhofsplatz wird autofrei als eine großzügige Platzfläche gestaltet. Für  Fußgängerinnen und Fußgänger wird somit eine komfortable Verbindung zur Schützenstraße und zu den Trambahnhaltestellen geschaffen.

2. Die Trambahnhaltestellen sollen barrierefrei ausgebaut werden.

3. Der Radverkehr in Nord-Süd-Richtung soll weiterhin möglich sein.

4. Sollte nicht zeitnah eine Entscheidung bezüglich des S-Bahn-Tief-Tunnels und eines Bahnhofsumbaus gefallen sein, werden provisorische Maßnahme zur Verbesserung ergriffen.

Begründung

Der Bahnhofsplatz bietet derzeit den ankommenden Fahrgästen und Touristen einen unwirtlichen Empfang. Die Trambahnhaltestellen und die Schützenstraße sind nur schlecht erreichbar: Unterirdisch, über Umwege am nördlichen und südlichen Ende des Bahnhofsplatzes und dann nur über Ampelquerungen, oder über ein Auf und Ab von Bordsteinen.

Ein autofreier Platz kann hier komfortable Wege ermöglichen.

Auch der Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt tendiert in diese Richtung. In seiner Sitzung vom 27.01.2015 hat er zum Bahnhofsviertel folgende Stellungnahme bezüglich des Bahnhofsplatzes und der Verbesserung Öffentlicher Räume einstimmig beschlossen:

„Verbesserung der den Hauptbahnhof umgebenden Plätze, u.a. soll auf dem Bahnhofsplatz eine großzügige Platzgestaltung als Fußgängerbereich erfolgen, um die Zugänglichkeit der Trambahnhaltestelle und der zur Innenstadt führenden Schützenstraße zu verbessern.“

Am Hauptumsteigepunkt Hauptbahnhof ist eine barrierefreie Ausgestaltung der Trambahnhaltestellen unerlässlich und reinen Gestaltungsaspekten übergeordnet.

Über den Platz führt eine geplante Hauptroute des Radverkehrs. Im Süden profitiert sie von den attraktiven Strecken im gesperrten Klinikviertel und im Norden bindet sie die TU an. Eine Gestaltung, die langsamen Radverkehr und querende Fußgänger berücksichtigt, ist eine machbare Herausforderung.

Die Stadt und der Stadtbezirk warten nun schon viele Jahre auf eine angemessene Gestaltung des Platzes. Nach den Planungen von 2001 sollte die zweite S-Bahn-Röhre bereits seit 2011 in Betrieb sein. Stattdessen steht ein Baubeginn weiter in den Sternen, und von ihm hängt der Umbau des Bahnhofs ab – sofern er kommt. Für viele Fahrgäste und Passanten wäre eine Umgestaltung der Plätze, die den Bahnhof umgeben von größerer Bedeutung als ein Umbau des Bahnhofs selbst. Angesichts dieser Situation sollte mit Überlegungen begonnen werden, wie zumindest der Bahnhofsplatz, ggf. auch nur provisorisch, verbessert werden kann.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:

Paul Bickelbacher

Dr. Florian Roth

Anna Hanusch

Herbert Danner

Mitglieder des Stadtrates

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