Baugemeinschaften und Genossenschaften als Bauherren auf dem Münchner Wohnungsmarkt stärken

P R E S S E M I T T E I L U N G

Baugemeinschaften drohen, ähnlich wie Genossenschaften, durch die entfesselte Preisspirale auf dem Münchner Grundstücksmarkt an den Rand gedrängt zu werden. Gegenwärtig können sie sich nicht um Grundstücke bewerben, ohne sich in existenzielle finanzielle Risiken zu stürzen. Um die Baugemeinschaften mit ihrer grundsätzlich gemeinwohlorientierten Ausrichtung als Bauherren auf dem Münchner Wohnungsmarkt zu erhalten, haben Die Grünen – rosa liste jetzt beantragt, die Berechnungsmethode von Grundstückspreisen für große Baugebiete so zu verändern, dass die Baugemeinschaften weiterhin den für München so wichtigen „bezahlbaren“ Wohnraum anbieten können. Vorbild sollen die neuen Standards für Grundstücksvergaben an Genossenschaften sein.
Stadtrat Herbert Danner: „Wir brauchen die Münchner Baugemeinschaften für einen sozial verträglichen Wohnungsbau und eine lebendige Quartiersentwicklung. Die Stadt muss kreative Lösungen entwickeln, damit sie nicht das nächste Opfer eines vollkommen entfesselten und spekulativen Immobilienmarktes werden.“
In einem weiteren Antrag fordern Die Grünen – rosa liste, ein geeignetes Grundstück nach einem Interessenbekundungsverfahren an ein Konsortium aus Genossenschaften und Baugemeinschaften und ggf. weiteren Beteiligten zu vergeben. Dazu soll auch das Instrument einer „Anhandgabe“ geprüft werden. Dies würde es dem Konsortium ermöglichen, auf dem preislich fixierten Grundstück ein Jahr lang in Abstimmung mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung die Planung zu verfeinern. Diese verfeinerte Planung würde dann in den Kaufvertrag münden.
Stadtrat Paul Bickelbacher: „Im Domagkpark und in der Prinz-Eugen-Kaserne hat die Vergabe von einzelnen Grundstücken an Konsortien aus städtischen Wohnbaugesellschaften, Genossenschaften und Baugemeinschaften/Bauträgern zu einer gut aufeinander abgestimmten städtebaulichen Planung geführt. Um die abgestimmte Planung eines Quartiers zu optimieren wäre es sinnvoll gleich einen größeren zusammenhängenden Bereich für ein Konsortium auszuschreiben und auch einmal das Instrument einer Anhandgabe zu prüfen. Ebenso könnte ein vorgeschalteter Workshop den Aufwand für alle Beteiligten reduzieren.“

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