Bedarfsgerechte Erweiterung der schwul-lesbischen Archivarbeit des Forum Homosexualität e.V.

Antrag

Für eine bedarfsgerechte Erweiterung der schwul-lesbischen Archivarbeit des Vereins Forum Homosexualität e.V. wird der Zuschuss durch das Kulturreferat erhöht:

  • für die dauerhafte Anmietung zusätzlicher Archivräume und
  • für zwei geringfügig Beschäftigungen, sog.Minijobs, für den lesbischen und den schwulen Sammlungsschwerpunkt.

Begründung:
Das Forum Homosexualität München leistet grundlegende Arbeit auf dem Gebiet der Schwulen- und Lesbenforschung und sammelt einzigartiges Kulturgut (Bücher, Fotos, Filme, Artefakte, Dokumente, Zeitschriften, persönliche Erinnerungsstücke und Alltagsgegenstände), das in keiner anderen Sammlung Münchens aufbewahrt wird. Diese Zeugnisse aus München und Bayern werden als repräsentative Materialien und Objekte aufbewahrt, ausgewertet, der Forschung zur Verfügung gestellt und auch in Ausstellungen und Dokumentationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Bestand wird von Studierenden zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten und zu Expertisen genutzt. Außerdem werden die hier gesammelten Originale immer wieder für historische und künstlerische Ausstellungen deutschlandweit ausgeliehen.
Bereits jetzt umfasst der Bestand, der sich in drei Archivräumen befindet, etwa 100 lfd. Meter, davon 20 lfd. Meter Bibliotheksbestand. Allein der literarische Nachlass von Gustl Angstmann umfasst etwa 5 lfd. Meter. Das Forum wird seine Bestände an (zeit-)historischen Materialien aller Art, in Zukunft durch neue Schenkungen erweitern. Dazu gehört partiell auch die Geschichte der Neuen Frauenbewegung, da diese Bewegung stark von lesbischen Frauen getragen wurde.
Bereits jetzt stößt die Sammlung an Archivalien von Schwulen und Lesben an räumliche Grenzen. Durch die zu erwartenden Übergabe weiterer Sammlungen ist ein erheblicher Raumbedarf entstanden, der durch Zumietung neben den bisherigen Vereinsräumen gelöst werden kann.
Die Organisation des Archivs und der Bibliothek, die Recherche nach weiteren Materialien, die Entwicklung der Kontakte zu Sammlungsgebern, sowie die Betreuung von Nutzern des Archivs kann nicht mehr wie bisher ausschließlich ehrenamtlich geleistet werden. Durch zwei Stellen für den lesbischen und schwulen Schwerpunkt auf Basis sog.Minijobs kann die ehrenamtliche Arbeit fachlich unterstützt und aufrecht erhalten werden. Ihre Aufgaben bestehen in der Recherche und im Einholen von Materialien, dem fachgerechten Einlagern und Verzeichnen von Archivalien, sowohl Dokumenten und Fotos als auch mehrdimensionalen Gegenständen, dem Anleiten von Ehrenamtlichen wie auch der Erstellung einer Ausstellung.

Fraktion Die Grünen – rosa liste

Initiative:
Thomas Niederbühl
Lydia Dietrich
Mitglieder des Stadtrates

 

 

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