Bildungsoffensive für junge Flüchtlinge – internationale Klassen flächendeckend einführen

P R E S S E M I T T E I L U N G

An der städtischen Carl-von-Linde Realschule, die schon seit Jahrzehnten Schülerinnen und Schüler aus den verschiedensten Ländern unterrichtet, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an internationalen Klassen. Diese Klassen werden ausschließlich von nicht deutschen Schülerinnen und Schülern besucht, der Deutsch-Unterricht steht stark im Vordergrund. Auch sind die Klassen etwas kleiner und werden von zwei Lehrkräften betreut.
Die Erfahrungen, die an der Carl-von-Linde Realschule gemacht wurden, sind so gut, dass die Grünen – rosa liste jetzt beantragt haben, solche Projekte an vielen verschiedenen Schulen einzuführen.

Stadträtin Jutta Koller: „Vor allem die neu eingerichteten neunten Klassen, die zum größten Teil von SchülerInnen mit Fluchterfahrung besucht werden, sind eine echte Erfolgsgeschichte. Das hervorragende Engagement des Lehrerkollegiums hat den überwiegenden Anteil dieser Jugendliche in die Lage versetzt, den Anforderungen gerecht zu werden und die Schule mit dem mittleren Bildungsabschluss und der Perspektive auf eine gute weiterführende Ausbildung zu verlassen.
Modelle wie dieses zeigen, dass viele geflüchtete Jugendliche mehr als nur die Eignung für die Mittelschule oder das BVJ (Berufsvorbereitungsjahr) an einer beruflichen Schule besitzen, und dass hier viel Potential abgerufen werden kann. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Zuwanderung sollte die Stadt – und ebenso der Freistaat – jetzt handeln und solche Projekte in die Fläche tragen um die hohe Nachfrage zu befriedigen. Gerade die Gymnasien sollten sich öffnen und Jugendlichen, die in ihrem Herkunftsland auch Oberschulen besucht haben, die Chance geben, einen hohen Bildungsabschluss zu erzielen.“

 

 

 

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