Defizite bei der Inklusion im Gesundheitsbereich abbauen

P R E S S E M I T T E I L U N G

Bei der Inklusion im Gesundheitsbereich liegt noch vieles im Argen – das hat eine Studie im Rahmen des 1. Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gezeigt. Münchnerinnen und Münchner mit Behinderung klagen über fehlende Barrierefreiheit, Sensibilität von medizinischem Personal und fehlende Vorsorgeuntersuchungen. Auf Grund dieser Mangelsituation müssen Menschen mit Behinderungen oft auf Krankenhäuser im Umland ausweichen (z.B. Gauting, Murnau). Erst vor kurzem beriet der Stadtrat über die äußerst problematische gynäkologische Versorgungssituation von Frauen mit Mobilitätseinschränkungen – in anderen medizinischen Fachbereichen sieht es oft nicht besser aus.

Die Grünen – rosa liste haben daher beantragt, eine Fachstelle „Inklusion und Gesundheit“ einzurichten, die gegen all diese Defizite vorgeht. Stadträtin Anja Berger und Stadtrat Oswald Utz schlagen vor, die Fachstelle solle alle gesundheitlichen Einrichtungen der Stadt auf Barrierefreiheit und Inklusion überprüfen und als Ansprechpartnerin für sämtliche gesundheitlichen Einrichtungen (z.B. auch Arztpraxen) dienen, die diesbezüglich Beratungsbedarf haben.

Stadträtin Anja Berger: „Es kann nicht angehen, dass Münchnerinnen und Münchner mit Behinderung erst umständlich ins Umland fahren müssen, um dort die Behandlung zu erhalten die sie brauchen. Vor allem das städtische Klinikum ist aufgefordert, seine Krankenhäuser rasch für die Inklusion zu öffnen.“

Stadtrat Oswald Utz: „Die LH München hat sich der Umsetzung der UN-Behindertenkonvention verpflichtet und hat dementsprechend gerade im Gesundheitsbereich ihrer Verpflichtung nachzukommen. Dies entspricht auch der Leitlinie Gesundheit, die sich die LH München selber gegeben hat. Die gegenwärtigen Missstände sind der Landeshauptstadt München unwürdig. Hier muss dringend nachgebessert werden.“

Print Friendly

Nach oben scrollen