Mittwoch, 20. September 2017

Ein Denkmal für die Sinti und Roma in München

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Grünen – rosa liste setzen sich für ein Denkmal zur Erinnerung an Geschichte und Verfolgung der Sinti und Roma in München ein. Die Stadt soll dazu einen Wettbewerb für ein Kunstwerk im öffentlichen Raum ausloben. Auch einen passenden Ort haben Die Grünen – rosa liste schon gefunden: Den Sinti-Roma-Platz im Stadtbezirk Schwanthalerhöhe, wo der Bezirksausschuss sich bereits mehrmals einstimmig für ein solches Denkmal ausgesprochen hat.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin.
© Rolf Krahl / CC BY-SA 3.0 DE (via Wikimedia Commons)
https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Rotkraut

Fraktionsvorsitzender Dr. Florian Roth verwies zur Begründung auf die lange Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma in München, die nicht erst mit der NS-Gewaltherrschaft begann – und auch nicht mit ihr endete. Dr. Florian Roth:„In München wurde bereits 1899 in der Polizeizentrale der reichsweit erste ‚Nachrichtendienst für die Sicherheitspolizei in Bezug auf Zigeuner‘ gegründet. Diese Institution wurde auch nach dem Zweiten Weltkrieg in Form der sogenannten Landfahrerstelle weitergeführt, bis sie erst 1970 wegen Grundgesetzwidrigkeit aufgelöst wurde.“
Sibylle Stöhr, Vorsitzende des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe: „Wir haben bereits mehrmals – 2007, 2011, 2013 und auch in der laufenden Amtsperiode -beantragt, den Sinti und Roma durch Errichtung eines Denkmals auf dem Sinti-Roma-Platz in diesem Stadtbezirk zu gedenken. Die Schwanthalerhöhe hat einen engen Bezug zu dieser Volksgruppe, denn viele alteingesessene Münchner Sintifamilien waren auf dem ehemaligen Pferdemarkt am Lindengarten in der Kazmairstraße oder in verschiedenen Funktionen auf dem Oktoberfest tätig.“
Die Anträge des Bezirksausschusses wurden bisher nur im Rahmen einer Kulturausschussbeschlusses vom 22.11.2012 aufgegriffen, in dem das Baureferat mit der Aussage zitiert wird, dass darüber erst nach der Beendigung der Neugestaltung des Platzes der Opfer des Nationalsozialismus befunden werden könne (>>>hier). Da dies aber seit dem 27. Januar 2014 der Fall ist, ist es Zeit für eine erneute Stadtratsbefassung.

 

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