Diskriminierung des Rad- und Fußverkehrs an Baustellen beenden

P R E S S E M I T T E I L U N G

“Radfahrer absteigen“ – dieser ausgeschilderte Imperativ ist allen RadfahrerInnen in München wohlbekannt. Wo immer eine Baustelle in öffentliche Verkehrsflächen hineinragt, wird zunächst die Mobilität der RadfahrerInnen und dann die der FußgängerInnen eingeschränkt. Und erst wenn es gar nicht mehr anders geht, muss vielleicht auch der Autoverkehr Behinderungen hinnehmen.
Die Grünen – rosa liste haben diese diskriminierende Behandlung von Fußgängern und Radfahrern an Baustellen kritisiert. In einem Antrag fordert Stadtrat Herbert Danner, dem Fuß- und Radverkehr zukünftig denselben Stellenwert wie dem motorisierten Verkehr einzuräumen – einschließlich der Möglichkeit, auch für die Autos einmal Geschwindigkeit oder Spurbreite zu reduzieren.
Herbert Danner: „Exemplarisch kann man die gewohnheitsmäßige Benachteiligung des Rad- und Fußverkehrs an der Ludwigsbrücke beobachten. Rad- und Fußverkehr müssen sich auf engstem Raum zusammenraufen. Gnädigerweise dürfen sie trotz Baustelle die hoch frequentierte Isarquerung benutzen und müssen keine langen Umwege in Kauf nehmen. Aber niemand kommt auf die Idee, Geschwindigkeit und Spurbreite für den Autoverkehr zu reduzieren oder gar eine von mehreren Fahrspuren zu sperren. Gefühlt wird die Sicherheit – trotz gegenteiliger Beteuerungen der Referate – für den Fuß- und Radverkehr an Baustellen immer schlechter – und das bei steigender Zahl von Baustellen.“

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