Effizientere und emissionsarme Mobilität durch effizientere Nutzung des Straßenraums

P R E S S E M I T T E I L U N G

„Voraussetzung für eine effiziente und emissionsarme Mobilität ist eine effiziente Nutzung öffentlicher Straßenräume.“ Mit diesem Argument begründet Stadtrat Paul Bickelbacher einen Antrag, in dem er fordert, bis 2019 7500 öffentliche Stellplätze im Straßenraum in Stellplätze für Car-Sharing, für Elektroautos sowie in Flächen für den Fuß-, Rad- und Öffentlichen Verkehr sowie in Grünflächen umzuwandeln. Danach soll die Maßnahme evaluiert und bei befriedigendem Ergebnis fortgeschrieben werden. Auch überdimensionierte Straßenräume sollen in die Umwandlung mit einbezogen werden.
Den Anstoß für Bickelbachers Antrag gab ein Verkehrsexperte der Firma BMW: Dr. Carl Friedrich Eckhardt, Leiter des Kompetenzzentrums Urbane Mobilität beim BMW forderte in einem Vortrag beim Kongress zur Langfristigen Siedlungsentwicklung am 8. November 2017 von der Kommunalpolitik mutige Schritte, um die Menschen dazu zu bewegen, vom ineffizienten Autoverkehr auf Car Sharing, E-Mobile oder Fahrzeuge des Umweltverbundes umzusteigen (>>>hier).
Paul Bickelbacher: „Die mit großem Aufwand produzierten Autos stehen bei privater Nutzung in der Regel 23 Stunden am Tag still, werden also nur zu 5% bewegt. Meist sind sie nur mit einer Person besetzt, d.h. die Kapazität wird nur zu 25 % genutzt. Neben einigen Fahrbahnen in überdimensionierten Straßen, die für die Verkehrsabwicklung nicht benötigt werden, sind vor allem die Stellplätze im Straßenraum die größte vorhandene Flächenressource für die Transformation hin zu einer effizienten und emissionsarmen Mobilität. Die Stadt München muss den Mut zur politischen Steuerung des Geschehens aufbringen und effizientere Verkehrsmittel privilegieren. Dann werden viele Münchnerinnen und Münchner gerne auf Car-Sharing, Elektromobilität und auf das Zufußgehen, Radfahren und den Öffentlichen Verkehr umsteigen und damit die Voraussetzung schaffen, die Mobilität effizient zu organisieren. Dies würde auch die Qualität des Öffentlichen Raums verbessern und wäre gewiss auch ein Beitrag zur Senkung der Schadstoffbelastung der Luft.“

 

 

 

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