Eigenständige Betreuung von LGBT*I Geflüchteten in München – Jugendzentrum Diversity sichern und ausbauen!

P R E S S E M I T T E I L U N G

 

Der Sozialausschuss hat heute beschlossen, Ressourcen für die Betreuung von lesbischen, schwulen und transgender Geflüchteten bereitzustellen. Sowohl die Lesbenberatung LeTRa als auch das schwule Kommunikationszentrum Sub werden in die Lage versetzt, ihre Beratungsangebote an die stark gestiegene Zahl von Geflüchteten aus dem LGBT*I-Bereich anzupassen.
Stadträtin Lydia Dietrich und Stadtrat Thomas Niederbühl, die schon seit Jahren gefordert haben, LGBT*I-Flüchtlinge einen besonderen Schutz und besondere Betreuung zu gewähren, begrüßten den Beschluss als „wichtigen Baustein für die zielgerichtete und differenzierte Betreuung von Flüchtlingen in München.“
Lydia Dietrich: „Gerade Geflüchtete trauen sich aus Angst vor Diskriminierung oft nicht, ihre sexuelle Identität preiszugeben. Darüber hinaus haben sie in ihren Heimatländern und auf der Flucht meist diskriminierende und gewalttätige Erfahrung bis hin zu staatlichen Repressalien im Zusammenhang mit ihrer sexuellen Identität gemacht. Aber auch in den Unterkünften sind sie vor Übergriffen nicht geschützt. Daher brauchen sie eine eigenständige Betreuung – und auch eigenständige Unterkünfte, die im Dezember beschlossen werden sollen.“

Der Sozialausschuss beschloss außerdem, die Zukunft des Jugendzentrums Diversity zu sichern, das auf Grund feuerpolizeilicher Probleme seine Räumlichkeiten an einem anderen Standort (Café am Hochhaus) erweitern muss, um seine hervorragenden Projekte für lesbische, schwule und transgender Jugendliche weiterzuführen.
Thomas Niederbühl: „Leider werden Jugendliche aufgrund ihrer sexuellen Identität nach wie vor diskriminiert – z.B. in der Schule. Diversity bietet diesen Jugendlichen eine wichtige Anlaufstelle für Beratung, Unterstützung und Schutz mit dem Ziel selbstbewussten und angstfreien Lebens.“
Thomas Niederbühl und Lydia Dietrich: „Für die LGBT*I-Geflüchteten ist die Beratung lebensnotwendig und zukunftsentscheidend, da die politische Verfolgung auf Grund ihrer sexuellen Identität unbedingt als Fluchtgrund anerkannt werden muss. Mit der Absicherung des Jugendzentrums Diversity wird auch die hervorragende Arbeit abgesichert, die für eine Stadt der Vielfalt unabdingbar ist. Mit den heutigen Stadtratsbeschlüssen ist München wieder einen Schritt weiter zu lebendiger Vielfalt und Weltoffenheit gegangen.“

 

 

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