Einfach unbegreiflich: Städtisches Haus in Allach steht 17 Jahre leer

P R E S S E M I T T E I L U N G

Erneut hat ein unbegreiflicher Leerstand einer städtischen Immobilie Schlagzeilen gemacht: Wie die Abendzeitung von heute berichtet, steht in Allach ein Haus mit vier Wohnungen, großem Garten und direktem Zugang zur Würm seit 17 (siebzehn) Jahren leer. Als Ursachen für den überlangen Leerstand des Baus führt das Kommunalreferat unrentable Sanierungskosten und Probleme mit dem Denkmalschutz an.
Grünen-Fraktionschefin Katrin Habenschaden reagierte heute mit scharfer Kritik auf die jahrelange Untätigkeit des Kommunalreferats. In einer Anfrage verlangt sie Auskunft über die Gründe des langen Leerstands und die einzelnen Schritte der Stadt, um das Haus oder wenigstens das Grundstück wieder nutzbar zu machen.

Katrin Habenschaden: „Mitten in der schwersten Wohnungskrise seit dem 2. Weltkrieg leistet sich die Stadt immer noch jahrelange Leerstände ihrer eigenen Immobilien. 17 Jahre, nachdem der letzte Mieter ausgezogen ist, und 9 Jahre, nachdem das Gebäude unter Ensembleschutz gestellt worden ist, gibt es noch nicht einmal eine Untersuchung der Bausubstanz. Wenn die Stadt mit dem Gebäude und dem Grundstück nichts anzufangen weiß, soll sie es einer Genossenschaft anbieten – die wäre gewiss in der Lage, in kurzer Zeit eine sozialverträgliche Wohnnutzung zu ermöglichen. Es wird Zeit, dass sich die Stadt endlich der negativen politischen Signalwirkung bewusst wird, die solche jahrelangen Leerstände aussenden: Ist die Münchner Wohnmisere wirklich in den Köpfen der Stadtspitze angekommen? Und wenn die Stadt mit ihren eigenen Immobilien nicht verantwortungsvoll umgeht – wie will sie dies dann von anderen einfordern?“

 

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