Einsatz umwelt- und gesundheitsfreundlicher Hygienisierungsverfahren in allen neuen städtischen Hallenbädern

Antrag zur dringlichen Behandlung in der Sitzung des Bauausschusses vom 18.09.2018

1.) Dem Münchner Stadtrat wird schnellstmöglich der aktuelle wissenschaftliche Sachstand zu verschiedenen marktgängigen Hygienisierungsverfahren in Schwimmbädern (z. B. Chlorung, Ozonierung, Ultrafiltration, u. a.), insbesondere in Hallenbädern dargestellt. Dabei ist einzugehen auf Umweltwirkungen, gesundheitliche Auswirkungen auf Badegäste und Betriebspersonal, auf Kosten und Langzeiterfahrungen.

2.) Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung, bei neu geplanten Hallenbädern (z. B. Bildungscampus Freiham und Messestadt u. a.) grundsätzlich auf die Chlorierung als Hygienisierungsmaßnahme für die neuen Hallenbäder zu verzichten, außer bei dem unter 1.) erwähnten Sachstandsbericht ergeben sich zweifelsfreie gesundheitliche und ökologische Vorteile oder gesetzliche Notwendigkeiten für die Chlorierung.

 

Begründung:
Die Chlorierung von Schwimmbädern ist seit Jahrzehnten in der Kritik. Intensiver Chlorgeruch in den Schwimmhallen und Hautunverträglichkeiten stehen dabei im Vordergrund. Aktuell sind mehrere neue Hallenbäder in München in der Planung bzw. im Bau, insbesondere in Verbindung mit neuen Bildungszentren. Im Vordergrund neuer Hallenbäder sollte zweifelsfrei die Gesundheit der Benutzer – insbesondere Kinder und Jugendliche – und der Umweltschutz sein, die ggfs. höheren Investitionskosten sind dagegen nachrangig zu betrachten.

Der Antrag ist dringlich zu behandeln wegen der laufenden Planungs-, Ausschreibungs- und Bauverfahren in Freiham und Messestadt.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Herbert Danner
Jutta Koller
Mitglieder des Stadtrates

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