Die Erhöhung der Parkgebühren ist richtig und überfällig

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Ankündigung einer Erhöhung der Parkgebühren durch Stadtbaurätin Elisabeth Merk stößt bei den Grünen – rosa liste auf uneingeschränkte Zustimmung, erfüllt sich damit voraussichtlich doch eine Forderung, die die grün-rosa Fraktion immer wieder erhoben hat. Getrübt wird die Freude nur durch den Rückblick auf die langen Jahre des Nichtstuns und Zuwartens, in denen das Autofahren durch stagnierende Parkgebühren gegenüber dem sich jährlich verteuernden Öffentlichen Nahverkehr immer günstiger wurde. Das Parkverhalten vieler AutofahrerInnen zeige zudem sehr deutlich, dass die Parkgebühren keine Lenkungswirkung mehr auf die mehreren Hunderttausend Pendler entfalteten und zudem viele Tiefgaragen leer stünden, weil das oberirdische Parken günstig und bequem ist.
Stadtrat Paul Bickelbacher begrüßte daher das Vorhaben des Planungsreferats, beklagte allerdings, die Vorlage sei unambitioniert und falle angesichts der langen Untätigkeit hinter die verkehrspolitischen Notwendigkeiten zurück.
Paul Bickelbacher: „Eine Erhöhung der Parkgebühren ist richtig und überfällig. Es ist aber nicht nachvollziehbar, warum jetzt noch eine zeitraubende Testphase vorgeschaltet werden muss bis die Gebühren endlich der allgemeinen Preisentwicklung angeglichen werden. Die vorgesehene Erhöhung fällt außerdem sehr moderat aus – die Münchner Gebühren wären damit im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten immer noch ziemlich niedrig. Wer mit Parkgebühren den Verkehr lenken will, braucht mehr Mut.“

Zum Vergleich: In Zürich kostet eine Parklizenz ca. 300 Franken – das Zehnfache des Münchner Betrags.

 

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