Die „Essbare Stadt“ – Nutzpflanzenanbau in öffentlichen Grünflächen

P R E S S E M I T T E I L U N G

 

Stadträtin Sabine Krieger hat in einem Antrag vorgeschlagen, in Münchner Parks und Grünflächen auch Nutzpflanzen anzubauen, um dem wachsenden Bedürfnis nach „urban gardening“ nachzukommen. Vorbild ist das Projekt „Essbare Stadt“ in Andernach, wo seit einigen Jahren unter großer Anteilnahme vieler Bürgerinnen und Bürger Obst, Gemüse und Kräuter auf Grünflächen angebaut werden.
An der Andernacher Schlossmauer steht jedes Jahr eine andere Pflanze in den verschiedensten Sorten im Fokus. So wird vom Säen bis zur Ernte eine Vielfalt von Gemüse und Obst erlebbar, die den meisten längst unbekannt ist. Neben der festen Anbaufläche im Schlossgarten werden auch temporäre Baulücken als Anbauflächen genutzt.
Sabine Krieger regt an, zunächst mit einem Pilotprojekt in einem eigenen Bereich eines städtischen Parks Erfahrungen zu sammeln. Die Bürgerinnen und Bürger sollen von Anfang an in die Planung der „Essbaren Stadt“ miteingebunden werden. Außerdem bietet sich die Kooperation mit sozialen Projekten an.
Sabine Krieger: „München wird immer dichter bebaut, immer weniger Menschen können sich den Wunsch nach einem eigenen Garten erfüllen. Deshalb sollte der öffentliche Raum diese Lücke schließen und auch die Möglichkeit zum Gärtnern anbieten. Neben einem Pilotprojekt in Parks und Grünanlagen sollte mit „Agropolis“ in Freiham Landwirtschaft für alle auch als Zwischennutzung praktiziert werden. So können die Menschen auch für die Gestaltung der eigenen Stadt in Gemeinschaft aktiviert werden.
Die Ablehnung eines ähnlichen Antrags des Bezirksausschusses Trudering-Riem durch das Baureferat ist nach Auffassung von Sabine Krieger nicht stichhaltig. Sabine Krieger: „Das Andernacher Konzept besticht gerade durch seine Einfachheit. Der Hinweis auf fehlende personelle und finanzielle Ressourcen ist daher kein Ablehnungsgrund.“

 

 

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