Feiern an der Isar – ein Landschaftsschutzgebiet kollabiert: Neue Maßnahmen zur Entschärfung der Konflikte sind dringend notwendig!

Antrag:

Die Stadtverwaltung erarbeitet bis zum Frühjahr 2016 für die Sommersaison 2016 unter Einbeziehung der isarnahen Bezirksausschüsse sowie Umweltverbänden, Isar-Verbänden und Institutionen (z.B. Isar-Allianz, Deine Isar e.V., Initiator der Untwerschriftenaktion) Lösungsvorschläge für die Probleme, die durch die intensive Freizeitnutzung an der Isar in den Sommermonaten entstehen.

Ziel ist, den wertvollen Erholungsraum an der Isar für alle Interessensgruppen zu erhalten, aber auch dem Flora-Fauna-Habitat „Isarauen“ gerecht zu werden.

Hierzu sind auch Erfahrungen und Lösungsansätze aus anderen Städten, die vergleichbaren Nutzungsdruck in ihren Grünanlagen haben, einzuholen.

Im Anschluss werden die Maßnahmenvorschläge in einem breiten Diskussionsprozess mit der Bevölkerung, so dass alle Nutzergruppen sich beteiligen können, konkretisiert und verabschiedet.

 

Begründung:

Die Isar und die Isarauen tragen erheblich zur Attraktivität Münchens bei. Seit der Isarrenaturierung ist ein richtiger Natur-Erholungsraum mitten in der Stadt entstanden, den immer mehr Münchnerinnen und Münchner sehr gerne nutzen. Das hat bereits in den letzten Jahren gerade in den Sommermonaten zu erheblichen Nutzungskonflikten geführt.

Das Müllaufkommen ist drastisch gestiegen und die Hinterlassenschaften der Feiernden sind zu einem großen Problem geworden. Beim Barfußlaufen und baden muss man extrem auf herumliegende Scherben achten, die zu schweren Verletzungen führen können. Der Rauch der Grillfeuer bereitet insbesondere an den heißen Tagen Anwohnern und Isarspaziergängern große Probleme, weil er einem fast die Luft zum Atmen nimmt. Hundebesitzer klagen über Schnittwunden an den Pfoten ihrer Tiere. Und die menschlichen Hinterlassenschaften im umliegenden Gebüsch führen zu erheblichen Geruchsbelästigungen. Aber nicht nur die unterschiedlichen Gruppen der Erholungssuchenden geraten in Konflikt, sondern es leidet auch die wertvolle zum Teil einzigartige Flora und Fauna extrem unter der starken Belastung. Gerade an heißen Tagen kann die Isar, als wichtigste Frischluftschneise und Belüftungsachse im Stadtgebiet, ihre Funktion nicht mehr erfüllen, weil keine Frischluft sondern dicker Rauch in die Wohngebiete zieht.

Seit vielen Jahren bemüht sich der Verein „Deine Isar“, die Nutzer der Isar mit Plakaten und Werbespots für mehr Verantwortung zu sensibilisieren. Doch viele Feiernden ignorieren die Appelle. Eine deutliche Entspannung ist nicht eingetreten, auch nicht durch die vom Stadtrat beschlossene verstärkte Kontrolle. Jetzt hat ein Anwohner eine Unterschriftenaktion gestartet und schon zahlreiche Unterstützer seiner Vorschläge zur Entschärfung der Konflikte gefunden. Der Tenor seiner Forderungen ist: Das Feiern an der Isar braucht Regeln. Dazu macht er auch bereits einige Vorschläge.

Die Stadtverwaltung sollte diese Ideen aufnehmen und zusammen mit den betroffenen Bezirksausschüssen, den Umweltverbänden und Isar-Gruppierungen diskutieren sowie auch weitere Lösungsvorschläge erarbeiten. Ideen dazu sind ja bereits in der Diskussion. Dazu zählen z.B. mehr Toiletten, ein Verbot von Einweggrills, stärkere Kontrollen, feste Grillplätze etc. Aber auch aus anderen Städten mit ähnlichen Problemen, könnte München neue Ideen gewinnen. Diese erarbeiteten Vorschläge gilt es in einem breiten Diskussionsprozess abzustimmen, um alle Nutzergruppen mit ins Boot zu holen. Denn ein möglichst breiter Konsens der Maßnahmen wäre wünschenswert, um die Bereitschaft zum Einhalten der Regeln bei einem Großteil der Münchnerinnen und Münchner zu erhöhen.

Die Isar mit ihren Auen ist ein Naturjuwel mitten in München. Dieses gilt es auch weiterhin zu erhalten!

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:

 

Dr. Florian Roth Gülseren Demirel Thomas Niederbühl

Paul Bickelbacher Herbert Danner Lydia Dietrich

Katrin Habenschaden Anna Hanusch Jutta Koller

Dominik Krause Sabine Krieger Hep Monatzeder

Sabine Nallinger Oswald Utz

 

Mitglieder des Stadtrates

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