Fernwärme-Vision 2040 der Stadtwerke München

Anfrage

Die Stadtwerke München haben im Jahr 2012 die Fernwärme-Vision 2040 bekannt gegeben. Dieser zufolge soll die Münchner Fernwärme im Jahr 2040 komplett CO2-neutral sein. Die Stadtwerke betonen, dieses Ziel mit dem Ausbau der Tiefen-Geothermie erreichen zu wollen, über die genaue Vorstellung des Fernwärme-Mixes und den Weg dorthin ist jedoch noch relativ wenig bekannt.

Wir fragen daher:
1) Wie soll der Fernwärme-Vision 2040 zufolge der Fernwärme-Mix im Jahr 2040 aussehen? Welchen Anteil sollen prozentual (bezogen auf den durch Fernwärme gedeckten Endenergiebedarf) Müllverbrennung, erneuerbares Gas und Tiefen-Geothermie ausmachen?
Wie hoch wird laut Fernwärme-Vision 2040 der durch Fernwärme gedeckte Endenergiebedarf ungefähr sein?

2) Von welchem CO2-Emissionsfaktor für die Fernwärme gehen die Stadtwerke in der Fernwärme-Vision 2040 aus (bitte mit Aufstellung für die jeweiligen Erzeugungen durch Verbrennung von Müll, Gas und Tiefen-Geothermie)? Inwiefern kann sichergestellt werden, dass lediglich erneuerbares Gas (und kein Gas-Mix) genutzt wird und somit die angestrebte CO2-Neutralität gegeben ist?

3) Von wie viel zur Verfügung stehender Energie durch erneuerbares Gas gehen die Stadtwerke nach aktueller Prognose im Jahr 2040 aus? Reicht dies voraussichtlich aus, um sowohl die an die Fernwärme angeschlossenen großen Verbrennungsanlagen zu versorgen, als auch den CO2-Emissionsfaktor des an die Kundinnen und Kunden weitergegebenen Gases zu verringern?

4) Bedarf es nach Ansicht der SWM selbst bei 100% erneuerbarer Fernwärme im Jahr 2040 höherer Energiestandards im Wohnungsbestand? Welche Sanierungsraten wären notwendig, um die vom Stadtrat beschlossenen Klimaziele zu erreichen?

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Beantwortung unserer Anfrage.

Initiative:
Dominik Krause, Sabine Krieger, Paul Bickelbacher, Herbert Danner.
Mitglieder des Stadtrates

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