Flüchtlingsfrauen im Mittelpunkt des Internationalen Frauentags

P R E S S E M I T T E I L U N G

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2009 erklärt die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste, Lydia Dietrich:

“Der Internationale Frauentag steht in München in diesem Jahr ganz im Zeichen der erhöhten Aufmerksamkeit für Flüchtlinge. Das zeigt die Landeshauptstadt München am 17. März durch die Verleihung des Anita-Augspurg-Preises an Refugio, das Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer.
Weltweit sind 80% der Flüchtlinge Frauen und Kinder, jedoch schaffen nur die wenigsten von ihnen mit ihren Kindern den langen Weg nach Europa.
Frauen flüchten aufgrund von Gewalterfahrungen, oft sind sie in ihren Heimatländern Opfer sexualisierter Gewalt. Durch Gewalterfahrungen wie Zwangsheirat, Genitalverstümmelung, Vergewaltigungen und Verfolgung wegen sogenannter Ehrverletzungen oder auch lesbischen Lebens sind die Frauen hochgradig traumatisiert. Wenn ihnen die Flucht gelingt, wartet die nächste Hürde auf sie: die Anerkennung als Flüchtlinge und die Anerkennung der geschlechtsspezifischen Verfolgung.
Refugio setzt sich seit nunmehr 15 Jahren mit Beratung und Therapie für Flüchtlingsfrauen ein. Die Frauen brauchen Hilfe und Unterstützung, wenn sie in Deutschland ein Asylverfahren durchlaufen, denn oft sind sie nicht in der Lage über ihre Gewalterfahrungen zu sprechen, was aber wiederum Bedingung im Asylverfahren ist. Refugio kann oftmals eine Verbesserung der Aufenthaltssituation und damit mehr Sicherheit erreichen, was für die Frauen von zentraler Bedeutung ist.”

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