Für eine gute Schulverpflegung 1: Positivliste „Gesunder Pausenverkauf“ entwickeln und Ernährungsangebot von Mensen und Kiosken aufeinander abstimmen

Antrag

Das Referat für Bildung und Sport entwickelt in Abstimmung mit geeigneten Fachstellen wie der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern, der Ökologischen Akademie, Tollwood oder den Krankenkassen eine Positivliste „Gesunder Pausenverkauf“ und stellt diese den Münchner Schulen zur Verfügung. Gleichzeitig unternimmt das Referat für Bildung und Sport Anstrengungen um das Ernährungsangebot von Mensen und Pausenverkauf ausgewogen aufeinander abzustimmen. Dies geschieht in Absprache mit allen Beteiligten (Pächter der Mensa und des Pausenverkaufs, Schulleitung, sowie Lehrer- und SchülervertreterInnen) in den jeweiligen Schulen.
Begründung:
Das Essen in Schulen kann lecker und ausgewogen sein. In vielen Schulmensen stehen bereits jetzt viel Frischkost, kreative Gerichte und Abwechslung auf dem Plan. Das Angebot des Pausenverkaufs in einigen Schulen bildet dazu jedoch einen krassen Gegensatz: Hier gibt es oftmals vor allem Cola, Schokoriegel, Gebäck und Leberkässemmeln, jedoch kein bis wenig Angebot an gesunder Ernährung.
Dabei ist es möglich mit einfachsten Mitteln gute, schmackhafte und günstige Alternativen zu kreieren – das zeigen Schulen wie z.B. die Balthasar-Neumann-Realschule. In dieser Schule gärtnern die SchülerInnen im Schulgarten und verwenden eine Vielzahl der Produkte um anschließend in Eigenregie mit Unterstützung von Lehrkräften Semmeln damit zu belegen. Das ergibt leckere und sättigende Pausenmahlzeiten für wenig Geld.
Oftmals sind solche Modelle jedoch gar nicht bekannt und/oder erprobt. Eine Positivliste „Gesunder Pausenverkauf“ könnte PächterInnen zu einem Umsteuern bewegen. Anhand einer solchen Liste wäre es möglich das Sortiment behutsam zu verändern und den SchülerInnen gesunde Alternativen anzubieten. Im Idealfall geschieht solch eine (Um)Strukturierung der Mahlzeiten in Absprache zwischen Mensa und Pausenverkauf. Dadurch könnte gewährleistet werden, dass den Kindern und Jugendlichen den gesamten Schultag über ein ernährungspädagogisch gutes und gleichzeitig leckeres Angebot gemacht wird. Auch für das Lehrpersonal bietet sich dadurch vermehrt der Anreiz ihre Speisen in der Schule (gemeinsam mit den SchülerInnen) zu konsumieren und sich an der Auswahl und der Gestaltung des Angebots zu beteiligen.
Fraktion Die Grünen – rosa liste

Initiative:
Sabine Krieger
Jutta Koller
Oswald Utz
Katrin Habenschaden

Mitglieder des Stadtrates

Print Friendly

Nach oben scrollen