Gärtnerplatz (fast) autofrei

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Grünen – rosa liste wollen den Autoverkehr weitgehend aus dem Gärtnerplatzviertel (gemeint ist der Umgriff Blumen-, Frauen-, Zweibrücken, Erhardt- und Fraunhoferstraße) verbannen. Fraktionschef Dr. Florian Roth begründete einen entsprechenden Antrag mit der starken Beanspruchung des Viertels durch den motorisierten Durchgangsverkehr, der die Aufenthaltsqualität durch Lärm, Auto-Posing und Reduzierung des öffentlichen Raums auf Parkfläche unnötig verschlechtere. Dr. Roth schlägt vor, nur noch Anwohnende und Gewerbetreibende, sowie Taxis, Busse, Car-Sharing-Fahrzeuge und Fahrzeuge von mobilitätseingeschränkten Personen in das Viertel ein- und durchfahren zu lassen – sowie natürlich Fahrzeuge der öffentlichen Dienstleistungen wie Müllentsorgung, Rettungsfahrzeuge etc. Außerdem wäre die Zufahrt zum Parkhaus in der Baaderstraße zu ermöglichen. Zunächst wäre dies in den Sommermonaten zu erproben.
Am Gärtnerplatz selbst sollen die ca. 15 Parkplätze wegfallen und mit abgesenkten Bürgersteigen eine tendenziell einheitliche Fläche geschaffen werden. Autofahren wäre nur noch in Schrittgeschwindigkeit erlaubt.

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Der Gärtnerplatz: Zu viel Autoverkehr.                                                               Copyright: Andreas Gregor
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So könnte es am Gärtnerplatz auch aussehen                                                              Copyright: Andreas Gregor

Dr. Florian Roth: „In Barcelona z.B. werden ganze Straßenzüge weitgehend von Autos befreit. In verkehrsberuhigten Zonen aus meist drei mal drei Blöcken dürfen nur Anwohnende und Lieferverkehr fahren – mit höchstens 10 km/h Geschwindigkeit.
Wo, wenn nicht im Gärtnerplatzviertel, könnte ein analoges Konzept in München ausprobiert werden? Der Gärtnerplatz ist mit dem traditionsreichen Theater, dem Brunnen und der im Sommer blühenden Rotunde einer der schönsten Plätze Münchens. Mit reduziertem Autoverkehr und ohne das Stadtbild störende parkende Fahrzeuge könnte die Aufenthaltsqualität weiter gesteigert werden. Wer ein Ziel im Gärtnerplatzviertel weder als Anwohnender noch als Gewerbetreibender ansteuert, kann auf Alternativen zum Auto umsteigen oder außerhalb parken.
Im Gärtnerplatzviertel gibt es außerdem bereits unterstützendwerte Initiativen aus der Zivilgesellschaft um den überbordenden Autoverkehr zurückzudrängen. So hat unlängst eine private Initiative eine Petition für eine Fußgängerzone Gärtnerplatz gestartet – mit bisher schon über 600 Unterschriften.“

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