Gender Mainstreaming bei städtebaulichen Wettbewerben

A N T R A G

Gender Mainstreaming bei städtebaulichen Wettbewerben

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, bei städtebaulichen Wettbewerben und/oder Preisgerichten ein(e) GenderexpertIn als Sachverständige(n) hinzuzuziehen. Dies gilt insbesondere bei der Gestaltung von Plätzen, Parks, Grünanlagen und Spielplätzen.

Begründung:

Die Interessen, Bedürfnisse und Notwendigkeiten beim Städte- und Wohnungsbau sowie bei der Gestaltung von Plätzen sind je nach Nutzerinnen und -nutzern unterschiedlich. Daher sollte auch die LH München diese unterschiedlichen Interessen in Ihre Planungs- und Bauvorhaben bzw. in die Wettbewerbe und Preisgerichte mit einbeziehen.

Wien macht es vor, hier werden gerade bei der Gestaltung von Plätzen GenderexpertInnen miteinbezogen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Plätze erhalten eine größere Aufenthaltsqualität, wenn sie zielgruppenorientiert gestaltet sind. Das heißt, dass Aspekte wie Gender, Inklusion oder Demographie bei der Planung mitgedacht werden. Darüber hinaus lassen sich Konflikte vermeiden, wenn die unterschiedlichen Interessen berücksichtigt werden und entsprechend Platz dafür geschaffen wird. Beim Wohnungsbau bietet die Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse mehr Wahlmöglichkeiten in der Raumnutzung. Ebenso können Räume für Kommunikation und Austausch entstehen und die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit wird durch u.a. die Achtsamkeit für Wegeketten und bestimmte Aufenthaltsqualitäten im Freien unterstützt. Darüber hinaus kann durch baulich-räumliche Gestaltung das subjektive Sicherheitsgefühl erhöht werden, wenn z.B. Tunnelsituationen vermieden werden und Transparenz und Einsehbarkeit geschaffen werden.

Fraktion Die Grünen – rosa liste

Lydia Dietrich

Gülseren Demirel

Anja Berger

Paul Bickelbacher

Mitglieder im Stadtrat

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