Gendermedizin in München fördern und stärken – Fachgespräch im Gesundheitsausschuss

Antrag

 

Das Referat für Gesundheit und Umwelt organisiert ein Fachgespräch im Gesundheitsausschuss zum Thema Gendermedizin.

Begründung:
Die Gendermedizin berücksichtigt die geschlechterspezifische Betrachtung bei der Erforschung und Behandlung von Krankheiten. So können sich beispielsweise Symptome derselben Krankheit bei Frauen und Männern auf unterschiedliche Art und Weise manifestieren oder Medikamente unterschiedlich wirken. Dies wiederum macht die geschlechtsdifferenzierte Betrachtung und Behandlung nicht nur notwendig, sondern ist für Patientinnen und Patienten von erheblicher Bedeutung für ihren Krankheits- und Genesungsprozess.
Mittlerweile sind die Erkenntnisse in Form von Studien und praktischer Erfahrung (Charité Berlin) soweit fortgeschritten, dass die medizinische Behandlung ohne Berücksichtigung des Genderaspektes nicht patientengerecht ist.
Um den aktuellen Stand der Gendermedizin in München – Implementierung, Chancen, Notwendigkeiten und Schwierigkeiten – zu diskutieren, möchten wir ein Fachgespräch im Stadtrat durchführen. Ziel des Fachgesprächs ist es, den derzeitigen Stand der Gendermedizin in München im Vergleich mit anderen Städten darzustellen und daraus Empfehlungen für die Münchner Gesundheitslandschaft und die Bevölkerung zu entwickeln.
Im Rahmen des Fachgespräches sollten u.a. folgende Fachbereiche vertreten sein:

  • Leiterin der Fachstelle „Gender in Medizin und Pflege“ sowie andere Verantwortliche des städtischen Klinikums der LH München (medizinische Geschäftsführung, VertreterIn der Ärzteschaft)
  • Leiterin des Büros für Frauengesundheit und Gesundheitsziele, Wien
  • Direktorin des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) der Charité, Berlin

u.a.

Gesundheitsvorsorge ist ein Grundpfeiler der städtischen Gesundheitspolitik. Deshalb ist es notwendig, die Gendermedizin in München zu fördern und stärken. Das gilt für die stärkere Integration der Gendermedizin im städtischen Klinikum (im Klinikverbund, dem Servicezentrum und der Akademie), aber auch in der Münchner Bevölkerung.
Frauen und Männer müssen wissen, wie sie am besten gesundheitlich vorsorgen und Krankheitssymptome frühzeitig erkennen können.
Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Lydia Dietrich
Thomas Niederbühl
Dominik Krause
Anna Hanusch
Mitglieder des Stadtrates

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