Greenpeace deckt Investitionsstau bei Radverkehr auf: Der Münchner Radverkehrspolitik mangelt es an Geld – aber auch an Mut

P R E S S E M I T T E I L U N G

Zu der von Greenpeace vorgelegten Studie über die Unterfinanzierung des Radverkehrs in deutschen Großstädten erklärt Stadtrat Herbert Danner:
„Dem Radverkehr kommt bei der Schaffung einer zukunftstauglichen Mobilität eine zentrale Rolle zu. Das Wegenetz und die gesamte Infrastruktur müssen zügig ausgebaut werden, wenn der Radverkehr mit dem Wachstum der Stadt Schritt halten soll – und der Radverkehr braucht zusätzliche Anreize, um für noch mehr Menschen eine attraktive Alternative zum Autoverkehr zu werden. Es ist daher bedauerlich, dass der Radverkehr in München chronisch unterfinanziert ist und zu wenig in die Infrastruktur und die Sicherheit des Radverkehrs investiert wird. Es fehlen insbesondere viele kostengünstige Maßnahmen in der Fläche. Der Radverkehr in München wird außerdem überall da behindert, wo es um die unumgängliche Neuverteilung des Straßenraums geht – die endlose Farce um den versprochenen Radweg in der Rosenheimer Straße ist dafür ein beklagenswertes Beispiel.
Die Greenpeace-Studie macht eine Menge richtiger Vorschläge: Umwidmung von Fahr- und Parkstreifen für den Radverkehr, sichere und breite Querungsmöglichkeiten an Kreuzungen, Beseitigung von Gefahrenstellen und zu schmalen Radewegen – all das kostet nicht nur Geld sondern verlangt auch den politischen Mut, die jahrzehntelange Privilegierung des Autos im Straßenraum zu beenden. Doch diese Entschlossenheit ist weder bei der Stadtspitze noch bei den Mehrheitsfraktionen vorhanden.“

 

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