Grüne – rosa liste fordern Beschwerdestelle für Opfer sexueller Gewalt

P R E S S E M I T T E I L U N G

Als Reaktion auf das befremdliche Verhalten der MVG gegenüber einer Frau, die in der U-Bahn Opfer einer Vergewaltigung (tz vom 24.10.) wurde, hat die Fraktion Die Grünen – rosa liste beantragt, eine neutrale Beschwerdestelle für MitarbeiterInnen und KundInnen der städtischen Eigenbetriebe, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften einzurichten, analog zu der schon existierenden Beschwerdestelle für die Stadt.
Zudem sollen die Konzepte zum Umgang mit Sexismus und Diskriminierung, die von den Betrieben schon erarbeitet wurden, explizit um den Faktor „sexuelle Gewalt“ erweitert werden.
Ein Mitarbeiter der MVG hatte der Frau, die von einem U-Bahnfahrer missbraucht worden war, quasi als „Entschädigung“ eine Tram-Sonderfahrt angeboten, was bei dem Opfer begreiflicherweise Verstörung hervorrief.
Stadträtin Anja Berger: „Diese Reaktion der MVG entspricht keinesfalls einem sensiblen und angemessenem Umgang mit Opfern sexuellen Missbrauchs. Die Erfahrung sexueller Gewalt führt oftmals zu jahrelanger oder lebenslanger psychischer Beeinträchtigung und zur Traumatisierung derer, die sie erfahren haben. Wir brauchen einen angemessenen und sensiblen Umgang mit dem Thema – und vor allem mit den Opfern. Dringend nötig wäre eine neutrale Beschwerdestelle, um Frauen, falls nötig, eine Anlaufstelle zu bieten.“

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