Grundsatzbeschluss Radverkehr – ein Dokument der Mutlosigkeit

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Grünen – rosa liste haben den heute im Planungsausschuss diskutierten Grundsatzbeschluss Radverkehr abgelehnt. Die Stadträte Paul Bickelbacher und Herbert Danner erneuerten ihre Kritik an der im Dezember vertagten Beschlussvorlage, an der sich nichts Substantielles geändert habe.
„Dieses Papier“, so Stadtrat Paul Bickelbacher, „bleibt weit hinter den Anforderungen zurück, die an einen entschlossenen Ausbau des Radverkehrs in München gestellt werden müssen. Es bleibt im Wesentlichen bei wolkigen Absichtserklärungen stehen und beinhaltet viel zu wenige konkrete Maßnahmen um die Infrastruktur des Radverkehrs auf einen modernen Stand zu bringen. Der Radverkehr in München braucht Mut und Entschlossenheit. Der Beschluss von heute ist ein Dokument der Mutlosigkeit – und gleichzeitig wohl das Äußerste, was der Verwaltung von der autofixierten Stadtratsmehrheit noch erlaubt worden ist.“
Stadtrat Herbert Danner: „Wer den Radverkehr in München fördern will, muss ihm mehr Verkehrsfläche geben – auch wenn das mal zu Lasten des Autoverkehr geht. Wie schwer sich die Groko im Stadtrat damit tut, lässt sich an dem Plan für einen Radstreifen in der Schwanthalerstraße exemplarisch verfolgen. Der Radstreifen soll von der Theresienhöhe herabführen und an der Paul-Heyse-Straße enden. Der stadteinwärts strebende Radverkehr soll über ein umständliches System von Fahrradstraßen durch das Klinikviertel geführt und dann an der Landwehrstraße auf die Sonnenstraße münden – ein grotesker Nachweis verkehrspolitischer Feigheit!“

Die Grünen haben ihre konkreten baulichen, finanziellen und personellen Forderungen an den Ausbau des Radverkehrs bereits im Dezember vorgelegt. (>>>hier).

 

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