Grüne gegen Alkoholverbot in der U-Bahn

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Ankündigung von MVG-Chef König, in den nächsten Wochen und Monaten ein generelles Alkoholverbot in den Fahrzeugen und Anklagen der MVG zu verhängen, stößt bei den Grünen-rosa liste auf Widerstand. Fraktionsvorsitzende Lydia Dietrich fordert in einem Antrag, von dem Verbot abzusehen, und wies die von König vorgebrachten Gründe als „Scheinargumente“ zurück. Aus den von der Polizei und der MVG selbst veröffentlichten Zahlen gehe klar hervor, dass sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste in der U-Bahn und den anderen Verkehrsmitteln hervorragend sei.

Lydia Dietrich: „Wenn nur 7,2 % der Fahrgäste die U-Bahn als „unsicher“ empfinden, lässt sich daraus kein Handlungsbedarf für ein weiteres Verbot – und damit für eine weitere Komplizierung des öffentlichen Lebens ableiten. Ein Alkoholverbot würde auch gegen die Anwesenheit von Betrunkenen in der U-Bahn – so lästig und störend sie manchmal sind – nichts ausrichten, denn nur die allerwenigsten trinken sich ihren Rausch dort an.

Die in der Presse zitierte Einschätzung des MVG-Geschäftsführers, >Fahrgäste, die einem in der U-Bahn gegenüber sitzen und aus der Bierflasche trinken, sind kein schöner Anblick< zeigt nur allzu deutlich, auf welch schwache Argumente sich das anvisierte Alkoholverbot stützen muss. Alkoholkonsum in der U-Bahn bzw. U-Bahnhöfen sollte daher in der Regel keinen Anlass liefern, um „Hausverweise“ oder gar „Hausverbote“ auszusprechen.“

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