Grüne machen Druck bei der S-Bahn

P R E S S E M I T T E I L U N G

Grüne machen Druck bei der S-Bahn

Die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste drängt auf die schnelle Beseitigung der S-Bahn-Missstände in München. In drei Anträgen wird das Planungsreferat aufgefordert, dem Stadtrat bis zur ersten Vollversammlung nach der Sommerpause am 05. Oktober 2011 über wichtige Komponenten einer Lösung der S-Bahn-Probleme zu berichten. Dies betrifft nicht nur den 2. Stammstreckentunnel, sondern auch zahlreiche Sofortmaßnahmen und ein besseres Störfallmanagement.

Im Hinblick auf einen 2. Tunnel erneuerte Stadträtin Sabine Nallinger ihre Forderung nach einer regionalzugtauglichen Ausführung: „Es kann nicht sein, dass ein Milliardenprojekt wie der 2. Tunnel durch München nur einen zusätzlichen Verkehr von drei S-Bahnen je Stunde bringt. Wir fordern ein Betriebskonzept, das Express-Verbindungen in der Europäischen Metropolregion München (EMM), kurz ‚EMM-Expresse’ genannt, beinhaltet. Das Gutachten hierzu sollte längst vorliegen. Wir fordern außerdem Auskunft über die Finanzierung und den voraussichtlichen Zeitpunkt der Fertigstellung des Tunnels. Eine weitere jahrelange Hängepartie mit Fertigstellung erst im Jahre 2025 wäre einfach inakzeptabel!“

Nicht länger hinnehmbar ist nach Auffassung von Sabine Nallinger auch die Untätigkeit bei den Planungen für die Ertüchtigung des Bahnknotens München. Die Grünen – rosa liste fordern daher einen Bericht über den Stand der Planungen für den Ausbau der Sendlinger Spange von Laim zum Heimeranplatz, den viergleisigen Ausbau des S-Bahnhofes Laim und die dort geplante Umweltverbundröhre, den Bau eines Regionalzughaltes Poccistraße, den Ausbau weiterer S-Bahn Außenäste für eine Taktverdichtung und ein weiteres Gleis für den S-Bahn-Betrieb am Ostbahnhof. All diese Maßnahmen hat der Stadtrat wiederholt gefordert, ebenso wie der Landtag.

Sabine Nallinger: „Unabhängig vom Bau eines 2. Stammstreckentunnels oder einem Ausbau des Bahn-Südrings können diese Sofortmaßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Verminderung der Störanfälligkeit des S-Bahn-Systems leisten. Damit muss jetzt endlich begonnen werden – und nicht erst nach Fertigstellung des 2. Tunnels, der noch auf sich warten lassen könnte. Das ist den täglich 800.000 Fahrgästen der S-Bahn nicht länger zuzumuten, die in immer kürzeren Intervallen unter Störungen zu leiden haben!“

Der 3. Antrag der Grünen fordert einen Bericht über die Ursachen der Störungen des S-Bahnverkehrs im ersten Halbjahr 2011, basierend auf der „Kodierung der Zusatzverspätungen,“ wie sie seit Anfang 2011 von der Bahn erfasst werden und über die Erfahrungen des S-Bahn-Betriebs über den DB-Südring während der Sperrung der Stammstrecke vom 10.-14. Juni 2011.

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