Grüne Offensive zur Stärkung des Öko-Landbaus auf den städtischen Gütern

P R E S S E M I T T E I L U N G

Mit einem dreiteiligen Antragspaket setzt sich Stadtrat Herbert Danner dafür ein, die ökologische Landwirtschaft auf den städtischen Gütern zu verbessern und auszubauen. Danner will den bereits seit den 1980er Jahren praktizierten ökologischen Landbau auf alle der Gewinnung von Nahrungsmitteln dienenden Flächen der städtischen Güter ausdehnen – bis auf wenige Ausnahmen, die aufgrund von Belastung durch Klärschlamm nicht zertifiziert werden können oder zur Produktion von Biomasse für die Biogasanlage in Karlshof genutzt werden (>>>Antrag). Aber auch hier will Danner beim chemischen Pflanzenschutz ein Minimierungsgebot durchsetzen – vor allem auf die Verwendung von Neonikotinoiden soll konsequent verzichtet werden.
Dem Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide dient auch ein weiterer Antrag, der die Stadt auffordert, ihre Aktivitäten im Rahmen des BUND-Projekts „Die pestizidfreie Kommune“ auszudehnen. Danner will, dass möglichst alle städtischen Referate und städtischen Gesellschaften, die mit Frei-, Grün- und Ackerflächen sowie mit Gehölzen zu tun haben, so weit wie möglich auf Pestizide verzichten – insbesondere aber zwingend auf Glyphosat und Neonikotinoide. Auch bei der Verpachtung von Flächen soll die Stadt diesem Gebot durch entsprechende Vertragsgestaltung Geltung verschaffen.
In einem dritten Antrag fordert Danner, den städtischen Gütern mehr Spielraum beim Erwerb neuer landwirtschaftlicher Flächen zu geben. Bei der aktuellen Marktlage, so Danner, sei der finanzielle Spielraum der Stadt meistens nicht ausreichend um tatsächlich Flächen erwerben zu können. Andererseits würden immer wieder Flächen aus dem Grundstücksvermögen der städtischen Güter einer anderen Nutzung zugeführt. Auch im Münchner Nordosten werde die Stadt in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich große landwirtschaftliche Flächen zugunsten einer anderen städtebaulichen Nutzung verlieren.

Herbert Danner: „Die Stadtgüter München gehören mit sieben ökologisch bewirtschafteten Gütern zu den größten Biobauern in Deutschland. Gegenwärtig erleben die Produktion und die Vermarktung ökologischer Nahrungsmittel ein dynamisches Wachstum, während sich gleichzeitig alarmierende Berichte über ein massives Bienen- und Insektensterben, einen dramatischen Rückgang der heimischen Singvögel und die schädlichen Auswirkungen von Neonikotinoiden häufen.
Deshalb ist die Zeit reif, die letzten konventionell bewirtschafteten Flächen zur Nahrungsmittel- bzw. Tierfutterproduktion auf Ökolandbau umzustellen und gleichzeitig die Anstrengungen zur Vermeidung von Pestiziden zu erhöhen.
Langfristig betrachtet wird es außerdem notwendig sein, verstärkt landwirtschaftliche Flächen zu erwerben, um das städtische Grundstücksportfolio stabil zu halten. Wenn dann darauf für längere Zeit auch noch hochwertige ökologische Lebensmittel für die Region erzeugt werden, gibt es tatsächlich nur Gewinner – die Natur, die Konsumenten und die Stadt München.“

 

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