Grün-rosa Antrag erfolgreich: Stadt schafft geschützte Unterbringung für LGBT-Flüchtlinge

P R E S S E M I T T E I L U N G

Nachdem die Stadt zum Schutz von alleinstehenden geflüchteten Frauen bereits einige Wohnobjekte eingerichtet hat, wird sich der Sozialausschuss in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag, den 19.01.17 mit der geschützten Unterbringung von Flüchtlingen befassen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität verfolgt werden. Die Stadtverwaltung folgt in ihrer Beschlussvorlage der Intention eines Antrags der Fraktion Die Grünen – rosa liste, die bereits vor einem Jahr auf die Problematik hingewiesen hatte. Das Sozialreferat wird in einem ersten Schritt Zwischennutzungsobjekte zur Verfügung stellen, in denen LGBT*-Geflüchtete Aufnahme finden können, wenn sie es wünschen. Nach Erfahrungen anderer Städte ist mit einer steigenden Nachfrage zu rechnen.

Stadträtin Lydia Dietrich: „LGBT* Geflüchtete befinden sich aufgrund ihrer sexuellen Identität in einer besonders prekären und bedrohten Situation. Zunächst sind sie in ihren Heimatländern von Verfolgung und Gewalt bedroht, ebenso werden gerade lesbische Frauen auf der Flucht Opfer von sexueller Gewalt. In den Sammelunterkünften sind sie keineswegs sicher, sondern wieder von Stigmatisierung und Diskriminierung betroffen. Daher sind eigenständige Unterkünfte dringend erforderlich.“

Stadtrat Thomas Niederbühl: „In Deutschland wird die Einhaltung der Menschenrechte unabhängig von Geschlecht und sexueller Identität garantiert. Wir stehen daher in der Pflicht, Lesben, Schwulen und Transgender mit Angeboten zur gesonderten Unterbringung vor Anfeindungen und Gewalt zu schützen, denen sie in den Sammelunterkünften regelmäßig ausgesetzt sind. Darüber hinaus brauchen wir dringend Bildungsangebote, um homo- und transphoben Tendenzen bei Geflüchteten entgegenzuwirken.“

 

 

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