Haben Münchner Schulen bei der Organisation der KIDS-Projekte genügend pädagogischen Gestaltungsspielraum?

Anfrage

Das Projekt KIDS (Künstler in der Schule) bietet Schulen die Möglichkeit, Projekte mit externen KünstlerInnen durchzuführen. Dies ist eine tolle Chance Schule und Unterricht zu bereichern und findet viel Anklang und ist sehr begehrt.

Schulen nutzen diese Möglichkeit gerne und erweitern dieses Angebot auch mit zusätzlichen, aus den Kollegien angebotenen, Projektangeboten. In den letzten Jahren wurde von der LH München die Vorgabe gemacht, dass die Angebote über mehrere Wochen verteilt sein müssen und somit die Bündelung in einer Projektwoche nicht mehr möglich ist. Vor einigen Jahren war dies noch möglich und wurde auch gern angenommen.

Die Kids-Künstler haben nach Rücksprache keine Einwände gegen Projektwochen, sofern es ihr Terminkalender zulässt.

Diese einzelnen Teile in eine Projektwoche einzubinden bietet zusätzlich die Chance für Schülerinnen und Schüler, den Unterricht, die Schule und das Schulleben einmal ganz anders zu erleben und sich zu beteiligen. Der „normale“ Unterricht findet nicht statt und Schule wird völlig anders und viel lebendiger wahrgenommen. Schulorganisatorisch ist es einfacher, zusätzliche Projekte, die die Lehrkräfte selbst anbieten, mit zu integrieren. Die Eigenverantwortung wird gestärkt, jeder und jede sucht sich nach seinen Wünschen Projekte aus und die Präsentation am Ende der Woche ist meistens ein beeindruckendes und nachhaltiges Erlebnis für alle Beteiligten.

Die Kidsprojekte sollen unter anderem dem Ziel der Gewaltprävention dienen. Dies ist bei einer Verteilung der Kidsprojekte auf mehrere Wochen genauso möglich wie bei einer Projektwoche. Die zeitliche Anordnung ist dabei unerheblich.

Wenn Schulen eine solche Projektwoche durchführen wollen, sollte die LH München / das RBS dies begrüßen und ermöglichen, soweit der Terminplan der KünsterlerInnen dies zulässt.

Deshalb frage ich:

  1. Welche Gründe sprechen gegen die Durchführung einer Projektwoche mit Unterstützung der Kids-Projekte?
  2. Gab es den Wunsch mehrerer Schulen, Projektwochen durchzuführen?
  3. Ist Gewaltprävention innerhalb einer Projektwoche weniger wirksam?

 

Initiative:
Anja Berger
Mitglied des Stadtrates

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