Hotelstopp für das Südliche Bahnhofsviertel

Antrag

1. Der Bebauungsplan 1756 im Südlichen Bahnhofsviertel wird mit dem Ziel fortgeschrieben, dem Bau weiterer Hotels Einhalt zu gebieten.
2. Zudem wird im Bebauungsplan bei Bauvorhaben nicht nur ein Wohnanteil von 20-30% der Nutzung ausnahmsweise ermöglicht, sondern, soweit lärmtechnisch (z.B. für Rückgebäude) und bezüglich des Angebots an Freiflächen vertretbar, als Forderung festgesetzt.

 

Begründung:
Im Südlichen Bahnhofsviertel konzentriert sich die Hotelnutzung in München. Auf
0,2 % der Stadtfläche befinden sich 60% der Hotelbetten. Prinzipiell ist es erfreulich, wenn viele Hotels direkt mit der Bahn zu erreichen sind. Im Südlichen Bahnhofsviertel entwickelt sich aber eine ernst zu nehmende Monostruktur, die mit sich bringt, dass ganze Straßenzüge nahezu ausschließlich aus Hotels bestehen.
Der Bebauungsplan 1756 hatte ursprünglich das Ziel, die Anzahl der Spielhallen im Südlichen Bahnhofsviertel einzudämmen. Mit dem Erlass der Regelung durch den Freistaat, dass eine Spielhalle zur nächsten einen Abstand von 250m einhalten muss, ist eine weitere Ausdehnung der Spielhallennutzung nicht mehr zu befürchten.
Nun sind Hotels keine Negativeinrichtung. Aktuell besteht jedoch die Gefahr einer Monostruktur. Ein Stopp für die Ansiedlung weiterer Hotels per Bebauungsplan wäre eine geeignete Maßnahme, um die Vielfalt und Lebendigkeit  des Südlichen Bahnhofsviertels aufrecht zu erhalten.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grüne – rosa liste
Initiative:
Paul Bickelbacher
Katrin Habenschaden
Anna Hanusch
Herbert Danner
Angelika Pilz-Strasser
Thomas Niederbühl

Mitglieder des Stadtrates

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