Kinderpflegeausbildung neu denken

Grün–rosa will Menschen mit Handicap die Ausbildung zur Kinderpfleger*in erleichtern. Das Bildungsreferat und die Schule für Kinderpflege sollen hierzu neue Konzepte entwickeln. Denkbar wären kleinere Klassen oder eine längere Ausbildungszeit.

Die Kinderpflege ändert sich: Mehr und mehr akademische Fachkräfte finden den Weg in die Einrichtungen. Sie entwickeln die Pädagogik und Elternarbeit und entwerfen Pläne für Integrations- und Inklusionsmaßnahmen. Im Gegenzug brauchen sie natürlich Entlastung bei einfachen pflegerischen Aufgaben. Drittkräfte können hier unterstützen.

Die Stadtratsfraktion die Grünen – rosa liste will deshalb die Hürden bei der Kinderpflegeausbildung senken und damit auch Menschen mit Handicap einen leichteren Zugang zum Beruf ermöglichen.

„Wir hören immer wieder, dass gerade junge Frauen mit Handicap die Probezeit nicht schaffen, obwohl sie durchaus geeignet sind, mit Kindern zu arbeiten“, erklärt Jutta Koller, Bildungspolitikerin der Grünen – rosa liste. „Dabei gibt es aber Möglichkeiten, die Ausbildung zu erleichtern, ohne die pflegerische Qualität zu mindern.“

Das Bildungsreferat soll deshalb prüfen, ob es beispielsweise möglich wäre, die Klassenstärken zu senken oder die Ausbildungszeit von zwei auf drei Jahre zu verlängern.

„Ein sinnvolles Konzept, das Menschen mit Handicap den Zugang zur Kinderpflege erleichtert, würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen leistet es einen nachhaltigen Beitrag zur Inklusion auf dem Arbeitsmarkt, zum anderen schafft es für die akademisch ausgebildeten Kräfte mehr Luft für ihre pädagogischen Aufgaben.“

 

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