Ein lebendiger öffentlicher Raum für alle

P R E S S E M I T T E I L U N G

Der Stadtrat hat heute beschlossen, ein neues Konzept zur Konfliktvermeidung im Öffentlichen Raum einzuführen: „AKIM“ (Allparteiliches Konfliktmanagement in München) soll zukünftig bei Konflikten im Öffentlichen Raum eine Analyse vornehmen und vor Ort präsent sein.
Die Ausschüsse für Soziales, und Gesundheit und Kreisverwaltung folgten mit diesem Beschluss einem Antrag von Stadträtin Lydia Dietrich, die im Dezember 2011 vorgeschlagen hatte, sich an der Stadt Wien zu orientieren, wo das Projekt „SAM“ mit einem allparteilichen Ansatz Konflikte im Öffentlichen Raum überaus erfolgreich eindämmt.
Entscheidend bei diesem Ansatz ist, alle Beteiligten und ihre Interessen in die Konfliktlösung miteinzubeziehen und bei Konflikten als neutrale Instanz zur Verfügung zu stehen – anstatt des beispielsweise eher auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittenen Ansatzes der Streetworker.
Lydia Dietrich: „Im Hinblick auf die wachsende Bevölkerung und den begrenzten Öffentlichen Raum müssen wir uns in München auf zunehmende Nutzungskonflikte einstellen. Wenn wir die Nutzung des öffentlichen Raums verträglich gestalten wollen, brauchen wir Soziale Arbeit, Hilfsangebote, Kommunikation und Mediation. Gerade bei Konflikten mit Suchtkranken wollen wir die Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen ebenso wie die Erhöhung des Sicherheitsgefühls der BürgerInnen vor Ort. Dazu müssen alle an den Konflikten beteiligten Gruppen in eine Konfliktlösung miteinbezogen werden. Die schafft Sicherheit für alle und macht Vertreibungsstrategien überflüssig, wie sie in den vergangenen Jahren von der Polizei gegen Suchtkranke angewandt wurden.“
Fraktionsvorsitzende Gülseren Demirel: „Wir wollen einen lebendigen Öffentlichen Raum, der für alle Bürgerinnen und Bürger und für die verschiedensten Ideen und Aktionen offen steht. Natürlich ergeben sich da in einer boomenden Metropole wie München Nutzungskonflikte und –konkurrenzen. Eine moderne Stadtgesellschaft wird diese Konflikte durch Prävention und Mediation eindämmen – das ist besser und effizienter als sie mit ordnungsrechtlichen Mitteln zu bekämpfen.“

 

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