Donnerstag, 23. November 2017

Lehren aus der Traminer Straße ziehen – Baumschutz statt Baulinienschutz

Antrag

Die Verwaltung identifiziert, insbesondere in Stadtrandvierteln, große Grundstücke mit geringer Bebauung und wertvollem Baumbestand und überprüft vor der Erteilung eines Vorbescheides die Baulinien mit dem Ziel, wertvollen Baumbestand zu erhalten.

 

Begründung:

In den Stadtrandgebieten gibt es noch eine Reihe von großen Grundstücken mit wertvollem alten Baumbestand, welcher oft auch am Rande der Grundstücke situiert ist. Bei einer Neubebauung wird regelmäßig das gesamte Baurecht ausgeschöpft, dem die Bäume dann zum Opfer fallen. Grundsätzlich ist eine Randbebauung zu befürworten. Bei großen Grundtücken jedoch gibt es einen gewissen Spielraum, der zu Gunsten des Baumschutzes ausgeschöpft werden sollte.

In besonderen Fällen können – abweichend vom Grundsatz „Baurecht vor Baumschutz“ – zum Erhalt von Bäumen vertretbare Verschiebungen oder Veränderungen von Baukörpern verlangt werden. Die geplante Bebauung des Gesamtareals der Traminerstraße 6 aber zeigt, dass der Lokalbaukommission der Schutz von Baulinien im Zweifel wichtiger ist als der Erhalt von 70 wertvollen alten Bäumen, die an dieser Stelle der Bebauung zum Opfer fallen.

Um vergleichbaren Fällen in Zukunft vorzubeugen, soll bei der Beurteilung der Bebauung größerer Grundstücken mit wertvollem Baumbestand dessen Erhalt im Vordergrund stehen. Um diese Bäume schützen zu können soll auch die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens samt einer Veränderungssperre erwogen werden.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Sabine Krieger
Herbert Danner
Paul Bickelbacher
Sabine Nallinger
Anna Hanusch
Mitglieder des Stadtrates

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