Mittwoch, 20. September 2017

LGBT-Beratung braucht städtische Unterstützung

P R E S S E M I T T E I L U N G

Letzten Herbst hat der Stadtrat beschlossen, zwei Einrichtungen neu zu schaffen: eine Fach- und Beratungsstelle für Regenbogenfamilien sowie eine Beratungsstelle für Transsexuelle und Intersexuelle. Da dies auch für das Sachgebiet Kinder-Jugend-Familie im Sozialreferat Mehrarbeit bedeutet, wurde auch dort eine zusätzliche Stelle einreichtet. Die Stelle wurde jedoch im Zuge der Haushaltseinsparungen wieder gestrichen, da sie zum Zeitpunkt der Einsparungen noch nicht eingerichtet war.
Diese Vorgehensweise wurde wegen ihrer Intransparenz bereits im Stadtrat kritisiert – erst Monate später wurde dem Stadtrat eine Liste der Einsparungen vorgelegt. Die Fraktion Die Grünen – rosa liste hat jetzt gefordert die Streichung aufzuheben und die halbe Stelle unbefristet einzurichten.

Thomas Niederbühl: „Die beiden Beratungsstellen sollen Lücken in der Infrastruktur für Lesben, Schwule und Transgender schließen. Die halbe Stelle für die fachliche Steuerung in der Stadtverwaltung ist gerade in der Aufbauphase der neuen Beratungsstellen unverzichtbar.“

Lydia Dietrich: „Nach der momentanen Beschlusslage hat der Stadtrat einerseits die soziale Infrastruktur für LGBT gestärkt, durch die Streichung der Steuerungsstelle aber deren konkrete Arbeit faktisch geschwächt. Wir beantragen daher, die halbe Stelle für den Fachbereich unbefristet einzurichten und sofort zu besetzen.“

 

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