Mädchentreff in der Blumenau weiterführen!

Antrag

Das derzeitige Pilotprojekt „Mädchentreff in der Blumenau“ (angesiedelt bei der Jugendeinrichtung Treff 21 des Trägers Schule und Beruf e.V.) wird nach Abschluss der Pilotphase von 2015-2017 ab dem Jahr 2018 als Regelangebot verfestigt. Die benötigten Mittel für Sach- sowie Personalkosten (zwei Vollzeitäquivalente) werden dafür künftig von der Landeshauptstadt München finanziert. Für die Befassung des Stadtrates ist hierzu eine Stellungnahme von der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen sowie der Gleichstellungsstelle für Frauen einzuholen.
Begründung:

Das Modellprojekt Mädchentreff in der Blumenau läuft Ende des Jahres 2017 aus. Die vom Stadtrat beschlossene Evaluation ist u.E. abgeschlossen, dem Stadtrat zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht vorgelegt. Unseren Informationen nach ist die Arbeit des Mädchentreffs sehr erfolgreich und der Bedarf an dieser geschlechtsspezifischen sowie Schutz bietenden Einrichtung besteht nach wie vor, übersteigt sogar die aktuellen Ressourcen. An der Ausgangslage der Situation vor Ort hat sich wenig geändert, eher im Gegenteil: nach wie vor spielen patriarchale Strukturen und sexualisierte Gewalt im Alltag und Umfeld der Mädchen eine große Rolle, es kommt (auch im Zusammenhang mit dem Mädchentreff) zu offenen u.a. homophoben Anfeindungen durch männliche Jugendliche vor Ort. Die Mädchen brauchen und wollen diesen Schutzraum.

Die Mädchen haben sich über die letzten Jahre massiv eingebracht für ihre Belange und Bedürfnisse: sie haben sich an der Studie über die Lebenslagen von Mädchen in der Blumenau beteiligt, die dem Modellprojekt vorausging, waren in der entsprechenden Stadtratssitzung im Juli 2014 anwesend, um zu erleben, wie über den weiteren Verlauf und die Konsequenzen aus der Studie im Stadtrat entschieden wird, und haben sich nun am Aufbau wie an der Evaluation des Mädchentreffs beteiligt. Es ist genau diese Form der (politischen) Partizipation, die wir bei v.a. jungen Menschen unbedingt fördern wollen und müssen. Bei dem offensichtlich gegebenen Bedarf für ein geschlechtsspezifisches Angebot vor Ort, sollte dieses Interesse und Engagement nicht leichtfertig enttäuscht werden. Da die aktuellen Kapazitäten von 0,75 Vollzeitäquivalente (VZÄ) nicht ausreichend sind, beantragen wir die Verfestigung des Projektes mit einer Personalausstattung von zwei VZÄ.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Lydia Dietrich
Jutta Koller
Katrin Habenschaden
Mitglieder des Stadtrates

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