Marburg setzt auf Sonne – München auch?

ANTRAG
Die Verwaltung prüft, ob in München eine Satzung zur verbindlichen Nutzung von Solarenergie in Gebäuden wie in Marburg möglich ist.

 

Begründung:

Am 20.6.2008 wird in Marburg eine wegweisende Satzung beschlossen, die Bauherren und Hauseigentümer zur Installation von Solaranlagen bei Neubauten, größeren Anbauten, beim Austausch von Heizungsanlagen und größeren Dachsanierungen verpflichtet. Vorrangig sieht die Verordnung solarthermische Anlagen vor. Ersatzweise können aber auch Fotovoltaikanlagen installiert werden, wenn dies besser zum Energiekonzept des Hauses passt. Auch Kraft-Wärme-Kopplung oder Energieeinsparung sind als Ersatz denkbar, aber nur wenn die Hausdächer überwiegend im Schatten liegen.

Möglich ist diese Verordnung auf Basis des Baugesetzbuches nachdem Kommunen Gebiete bestimmen können, in denen „bei der Errichtung von Gebäuden bestimmte bauliche Maßnahmen für den Einsatz erneuerbarer Energien wie besondere Solarenergie getroffen werden müssen.“ Auch berufen sich die Marburger auf die hessische Landesbauordnung nach der Gemeinden per Satzung Vorschriften „zur Verwirklichung von Zielen des rationellen Umgangs mit Energie“ erlassen können.

Das Potential an Dächern für die Installation von Solaranlagen in München ist enorm. Deshalb wäre es im Sinne des Klimaschutzes zielführend eine ähnliche Satzung für München zu erlassen. Ein guter Weg, um den CO2 Ausstoss in München deutlich zu senken und damit das Klimaschutzziel einer CO2 Reduktion um 50 % bis 2030 viel schneller zu erreichen.

Zur Unterstützung der Hausbesitzer gibt es für Solarthermieanlagen Förderungen durch das Förderprogramm Energieeinsparung der Stadt und über die KfW und für Fotovoltaikanlagen auch ein Sonderprogramm der KfW.

Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen/ Rosa Liste
Sabine Krieger
Stadträtin

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