Marienhof-Baustelle: Fahrradabstellanlage muss weichen, Autos dürfen weiter parken

P R E S S E M I T T E I L U N G

Stadtrat Herbert Danner hat scharfe Kritik am Abbau einer der Fahrradabstellanlagen am Marienhof geübt. In einem Antrag zur dringlichen Behandlung fordert er, auch während der Bauarbeiten zur 2. Stammstrecke „unverzüglich und dauerhaft ausreichend Fahrradabstellplätze im Bereich Marienplatz/Marienhof“ zur Verfügung zu stellen. Dafür seien falls nötig auch PKW-Stellplätze aufzulösen und in Fahrradabstellplätze umzuwandeln.
Herbert Danner: „Im Münchner Zentrum spielt sich aktuell eine absurde Situation ab. Während der Radverkehr ständig neue Rekordzahlen verbucht, werden offizielle und komfortable Fahrradabstellplätze abgebaut. Einen sicheren Abstellplatz für ein Fahrrad in der Innenstadt zu finden wird immer schwieriger. Während Autos in zahlreichen Tief- und Hochgaragen sowie am Straßenrand nahe dem Marienplatz ausreichend flächenintensive Stellplätze angeboten werden, werden flächensparende Fahrradabstellplätze abgebaut, ohne gleichzeitig Ersatz zu schaffen. Nach dem gestrigen Abbau einer Doppelstock- Fahrradabstellanlage in der Landschaftsstraße ist es nun fast aussichtslos, einen Stellplatz nahe Rathaus zu bekommen.
Auch im Innenhof des Rathauses weigert sich die Verwaltung trotz zahlreicher Stadtratsanträge dem ständig steigenden Bedarf an Radabstellplätzen adäquat nachzukommen. Laut Auskunft der Stadtverwaltung sollen im Zusammenhang mit der S-Bahn-Baustelle am Marienhof die beiden östlichen Fahrradgaragen erhalten bleiben bzw. nach der Fertigstellung der Fernkälteleitung der SWM wieder an gleicher Stelle aufgebaut werden können. Es zeigt sich aber bereits heute deutlich, dass diese wenigen Abstellmöglichkeiten nicht annähernd ausreichen.
Mit hohem Aufwand wurden z. B. die Autoparkplätze in der Dienerstraße auch während der Bauphase der Stammstrecke gesichert, während Dutzende Fahrradstellplätze kurzerhand ersatzlos abgebaut werden. Das ist Verkehrspolitik von vorgestern.“

 Radlchaos 3web
Chaotische Zustände am Marienhof – wohin mit den Fahrrädern?
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