Mittwoch, 20. September 2017

Mehr Energie- und Kosteneffizienz in öffentlichen Gebäuden durch ausgebildetes Personal

Antrag

Der Stadtrat beschließt die Energie- und Kosteneffizienz öffentlicher Gebäude durch eine gezielte Weiterbildung ihrer technischen Hausverwalter*innen in diesem Bereich zu stärken. Ein Konzept wird von den zuständigen Referaten entwickelt, dem Stadtrat vorgestellt und sobald wie möglich umgesetzt.

 

Begründung:

Die Qualität eines Gebäudes in Bezug auf seine Energieeinsparung und -effizienz kommt erst bei richtiger Nutzung des Gebäudes zum Tragen. Verschiedene Studien gehen von einer Einsparung von 10 – 30%  der Energie bei richtiger Nutzung aus (>>>hier). Die technischen Hausverwalter*innen spielen hier eine zentrale Rolle. Um die technischen Voraussetzungen des Münchner kommunalen Gebäudebestands richtig zu managen und dabei Energie und Geld zu sparen, ist deshalb die Weiterbildung für technische Hausverwalter*innen von zentraler Bedeutung. Im Münchner Bauzentrum können sich fachlich Interessierte, auch technische Hausverwalter*innen, persönlich weiterbilden. Das Fifty-Fifty-Projekt, Energiesparen an Schulen, nimmt das Nutzerverhalten an Schulen und Kindergärten in den Fokus, bei dem auch die technischen Hausverwalter*innen immer wieder mit eingebunden sind. Erfreulicherweise wird es bei diesem Projekt in Zukunft Fachgespräche und Informationsbriefe geben, welche die technischen Hausverwalter*innen stets über die aktuellen Energie- und Technikentwicklungen in Kenntnis setzt. Es gibt jedoch derzeit kein spezielles, zielgerichtetes Angebot für technische Hausverwalter*innen von städtischen Gebäuden wie in anderen Städten. In Nürnberg werden z.B. seit vielen Jahren spezielle Energieworkshops für technische Hausverwalter*innen angeboten (>>>hier). Die LH München mit ihren 1.200 öffentlichen Gebäuden, davon 360 Schulen, 400 städtische Kindertagesstätten und 26 Bezirkssportanlagen, hat hier ein großes Potential. Sowohl schlechte, aber auch hocheffiziente Gebäude wie der Neubau des Truderinger Gymnasiums in Passivbauweise (>>>hier) 3, müssen gut gemanagt werden. Die Weiterbildung der technischen Hausverwalter*innen muss Hand in Hand gehen mit den steigenden Gebäude- und Elektrostandards, so dass gerade auch einem Reboundeffekt durch eine unsachgemäße Nutzung von hochwertigen energieeffizienten Gebäude- und Elektrokomponenten entgegengewirkt werden kann.
Nach uns vorliegenden Informationen gibt es für die technischen Hausverwalter*innen der städtischen Gebäude lediglich eine freiwillige, jährlich stattfindende „Amtsmeister Schulung“, welche leider oft sehr schlecht besucht wird. Umso wichtiger wäre daher ein Konzept zu erstellen, welches alle technischen Hausverwalter*innen miteinbezieht und die Energieeffizienz in städtischen Gebäuden bestmöglich ausschöpft.

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Sabine Krieger
Herbert Danner
Mitglieder des Stadtrates

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