Mehr „Internationale Klassen“ an Münchens Schulen

Antrag

Das Referat für Bildung und Sport informiert alle Schulleitungen der städtischen Schulen über das Modell der „Internationalen Klassen“ an der Carl-von-Linde Realschule und richtet, in Absprache mit interessierten Schulleitungen, weitere solcher Klassen an anderen Realschulen und Gymnasien ein.
Das Referat für Bildung und Sport wird aufgefordert, mit dem Freistaat Bayern ein Modell zu entwickeln, wie solche „Internationalen Klassen“ auch an staatlichen Schulen eingerichtet werden können.

Begründung:

Die städtische Carl-von-Linde Realschule ist schon seit vielen Jahrzehnten international aufgestellt und ist schon immer die Heimat für SchülerInnen aus vielen verschiedenen Ländern. Nach dem Beschluss des Stadtrats am 26.02.2014 auf einen gemeinsamen Antrag von Grüne und SPD1 wurde die Carl-von-Linde Realschule ausgewählt um hier das Projekt einer „Internationalen Schule“ zu erproben. Mittlerweile gibt es in dieser Schule eine Vielzahl an internationalen Klassen die von SchülerInnen aus den unterschiedlichsten Ländern besucht werden. Eine Besonderheit stellen die neu eingerichteten neunten Klassen dar, welche zum größten Teil von SchülerInnen mit Fluchterfahrung besucht werden. In diesen Klassen werden Jugendliche aufgenommen die erst seit kurzer Zeit in Deutschland und deren Deutschkenntnisse teilweise noch nicht ausreichend sind. Durch die hervorragende Arbeit und das Engagement des Kollegiums erreicht es die Schule, dass der überwiegende Anteil dieser Jugendliche den Anforderungen gerecht wird und die Schule mit dem mittleren Bildungsabschluss und der Perspektive auf eine gute berufliche oder weiterführende schulische Ausbildung verlassen kann.
Modelle wie dieses zeigen, dass solche Jugendliche nicht nur die Eignung für die Mittelschule oder das BVJ (Berufsvorbereitungsjahr) an einer beruflichen Schule besitzen, sondern, dass hier viel Potential abgerufen werden kann.
Bisher gibt es solche Klassen nur an der städtischen Carl-von-Linde Realschule und die Schule tut sich schwer damit die große Nachfrage zu befriedigen. Da die Themen Migration und Flucht aktuell und in der Zukunft von größter Bedeutung sein werden, sollte die Stadt (und der Staat) jetzt handeln und solche Projekte an vielen verschiedenen Schulen verorten. Vor allem die Gymnasien sollten sich öffnen und vermehrt geflüchtete Jugendliche, welche in ihrem Heimatland auch Oberschulen besucht haben, aufnehmen und diesen Menschen die Chance ermöglichen einen hohen Bildungsabschluss zu erzielen. Um das Potential, welches sich durch die jungen Menschen die aus anderen Ländern in unsere Stadt kommen bietet, auch zu nutzen sollte die Stadt jetzt handeln und solche Projekte in die Fläche tragen.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Jutta Koller
Sabine Krieger
Oswald Utz
Gülseren Demirel
Dr. Florian Roth

Mitglieder des Stadtrates

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