Mehr Klimaschutz im Wohnungsbau!

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste hat die städtischen Wohnungsbaugesellschaften zu größeren Anstrengungen beim Klimaschutz aufgefordert. Stadträtin Sabine Krieger bezeichnete die Beschlussvorlage zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz für den morgigen Planungsausschuss als „klimapolitisch unbefriedigend“ und kritisierte vor allem, dass die GWG nicht bereit sei, die energetischen Ziele der Gewofag, die in die Richtung weisen, zu übernehmen (Neubauprojekte KfW 40-Standard*, Gebäudesanierung KfW 60-Standard Neubau). „Es ist kein Grund zu erkennen, warum die GWG hinter den klimapolitischen Ansprüchen Münchens zurückbleiben sollte.“
In einem umfangreichen Ergänzungsantrag fordert Sabine Krieger die städtischen Wohnungsbaugesellschaften außerdem auf, zu prüfen, ob die zur Verfügung stehenden Förderprogramme für energiesparendes Bauen – einschließlich des städtischen Förderprogramms – in Anspruch genommen werden können und dies auch in zu erstellende Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit unterschiedlichen Energiepreisszenarien einfließen zu lassen. In drei Jahren, so Sabine Krieger, sollten Neubauten nach dem Passivhausstandard errichtet werden. Auch die anderen Gesellschaften der Stadt – z.B. die städtische Klinikum GmbH – sollen sich an den Standards der städtischen Wohnungsbaugesellschaften orientieren.
Sabine Krieger: „Das größte Potential zur Energieeinsparung und zur CO2-Minderung liegt in München in energiesparendem Bauen und Sanieren. Wer konsequenten Klimaschutz will, muss hier mutig vorangehen und investieren – zumal sich die Investitionen bald amortisieren werden. Auch für den Bau einer ökologischen Modellsiedlung – z.B. auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne – wollen wir eine konkrete Wirtschaftlichkeitsberechnung.“


* Der Jahres-Primärenergiebedarf für Warmwasser und Heizung Qp” liegt bei weniger als 40 kWh/(m²a), der Flächenbezugswert ist die Gebäudenutzfläche. Der Standard ist nach der KfW-Förderbank benannt.

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