Mehr Leben in die Erdgeschosse: Gewerbliche und gemeinschaftliche Nutzungen subventionieren

P R E S S E M I T T E I L U N G

 

Warum wirken so viele Neubaugebiete in München so leblos? Warum ist der Öffentliche Raum dort häufig so steril? Eine Ursache für diese Misere ist das Fehlen von gewerblichen, künstlerischen oder gemeinschaftlichen Nutzungen im Erdgeschoss, das von den Planern wegen der höheren zu erzielenden Mieten gerne für Wohnnutzungen vorgesehen wird.
Die Fraktion Die Grünen – rosa liste will diesem Defizit nun mit zwei Anträgen abhelfen, die mittels einer Subventionierung eine ausgewogene Nutzungsmischung in den Erdgeschossen und damit eine Belebung des Öffentlichen Raums bewirken sollen.
Es handelt sich zum einen um die Einräumung eines höheren Baurechts – quasi um „Bonusgeschosse“ -, wenn stadtplanerisch erwünschte Nichtwohn-Nutzungen im Erdgeschoss realisiert werden. Dies soll für Läden, Büros, Ateliers oder soziale Nutzungen gelten. Zum anderen soll das Referat für Arbeit und Wirtschaft die Mieten für gewerbliche Erdgeschossnutzungen in Neubaugebieten auf Zeit (z.B. die ersten fünf Jahre) subventionieren, um Existenzgründerinnen und –gründern über die schwierige Anfangsphase hinwegzuhelfen.
Stadtrat Paul Bickelbacher: „Während sich das Wohnen im Erdgeschoss häufig von der Öffentlichkeit abschirmt und daher häufig öde Öffentliche Räume entstehen, die nicht zum Aufenthalt einladen, öffnen sich gewerbliche, kulturelle oder gemeinschaftliche Nutzungen im Erdgeschoss zum Öffentlichen Raum hin und tragen so zu seiner Belebung bei. Da dies aber in der Regel eine geringere Miete einbringt als eine Wohnung, hält sich die Bereitschaft in Grenzen, diese Nutzungen zu realisieren. Es bedarf daher zumindest zeitweilig einer Subvention um diese für funktionierende Stadtviertel notwendige Belebung der Erdgeschossnutzungen herzustellen. Für die Stadt entstehen durch Bonusgeschosse keine Kosten, die Subventionierung von Büros sollte zeitlich begrenzt werden.“

 

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