Mittwoch, 20. September 2017

Mehr Qualität in Kindertagesstätten II – Zusätzliches Nicht-pädagogisches Personal anstellen

Antrag

Das Referat für Bildung und Sport, das Sozialreferat und das Personal- und Organisationsreferat erarbeiten ein Konzept mit dem Ziel, zusätzliches Personal aus verschiedenen Berufsfeldern in Kindertagesstätten einzusetzen um dadurch das pädagogische Personal zu unterstützen und zu entlasten. Der Oberbürgermeister nimmt Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern auf, mit dem Ziel, auch solches Personal durch das BayKiBiG fördern zu lassen.

 

Begründung:
Der Ausbau der Kindertagesbetreuung in München schreitet stetig voran. In der Landeshauptstadt werden Jahr für Jahr viele neue Plätze in Krippen, Kindergärten, Horten u.Ä. geschaffen. Gleichzeitig gibt es Bemühungen, den Anstellungsschlüssel (Relation von pädagogischen Personal zu betreuenden Kindern) stetig zu verbessern und dadurch die pädagogische Qualität zu erhalten bzw. zu erhöhen. Zudem gibt es – im Zuge der Gerechtigkeitsdebatte – politische Diskussionen, alle Kindertagesstätten komplett beitragsfrei zu stellen um somit Familien zu entlasten.
Da diese Ziele nur schwer miteinander zu verbinden sein dürften, sollte der Fokus auf die Lösung der dringendsten Probleme, nämlich die Personalgewinnung und die Qualitätssicherung bzw. Qualitätssteigerung gelegt werden.
Um zu einer Entlastung des Personals in den Bestandseinrichtungen zu kommen, wäre die Anstellung von Personen aus anderen Berufsfeldern wie z.B. Verwaltungsberufen, hauswirtschaftlichen Berufen etc. eine Unterstützung für die PädagogInnen vor Ort. Um sicherzustellen, dass sich pädagogische Fachkräfte auch wirklich voll um ihre pädagogische Arbeit kümmern können, ist es erforderlich, sie von anderen Aufgaben zu entlasten. Verwaltungs- und hauswirtschaftliche Tätigkeiten fallen in jeder Kindertagesstätte an und müssen oftmals vom pädagogischen Personal nebenher erledigt werden. Dies geht zu Lasten der Kinder oder der Vorbereitung von Angeboten.
Bisher sieht das BayKiBiG keine Förderung von solchem Personal in den Einrichtungen vor. In Zeiten großen Mangels an Erziehungskräften müssen die Kommunen und Träger jedoch neue Wege gehen um die Qualität in ihren Einrichtungen zu erhalten oder zu erhöhen. Aus diesem Grund sollte der Oberbürgermeister an die Staatsregierung herantreten, unternommen werden, um eine Förderung auch von „fachfremdem“ Personal durch das BayKiBiG zu erreichen.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Jutta Koller
Sabine Krieger
Oswald Utz

Mitglieder des Stadtrates

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