Mehr SchulpsychologInnen für die Flüchtlingsklassen an den Beruflichen Schulen einsetzen

Antrag

Das Referat für Bildung und Sport weitet die Kapazitäten für Lehrerwochenstunden für Schulpsychologie für die Flüchtlingsklassen an den Beruflichen Schulen bedarfsgerecht (z.B. im Rahmen der bedarfsorientierten Budgetierung) aus.

 

Begründung:

In den Münchner Schulen im Primar- und Sekundarbereich (Grund-, Mittel-, und Förderschulen, den Realschulen und Gymnasien) haben viele Lehrkräfte das Fach Schulpsychologie als Teil ihres Studiums erlernt. In all diesen Schularten wurde in den letzten Jahren immer mehr der Bedarf erkannt, ein psychologisches Angebot aufzustellen um die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei Problemen und Krisen zu unterstützen. Im Bereich der Beruflichen Schulen stellt sich diese Situation anders dar. In vielen Beruflichen Schulen gibt es wenig bis keine schulpsychologische Unterstützung für die jungen Erwachsenen. Dieser Zustand ist insofern schwierig, als dass sich Menschen in diesem Alter oftmals in einer Findungsphase im Leben befinden, in welcher sie häufig mit privaten Problemen konfrontiert werden. Diese wirken sich auch auf ihre berufliche und schulische Leistung aus. Sehr gravierend ist der Mangel an SchulpsychologInnen im Bereich der Flüchtlingsklassen, welche mittlerweile an vielen beruflichen Schulen eingerichtet wurden. Hier – und an den beiden Schulen zur Berufsintegration für Flüchtlinge – gibt es einen hohen Bedarf an psychologischer Unterstützung. Viele der jungen Menschen sind vor Krieg und Terror geflohen, sind traumatisiert und benötigen Unterstützung in vielerlei Hinsicht. Um diesen Menschen zu helfen den wichtigen Einstieg in eine berufliche Zukunft zu schaffen, wird an all diesen Schulen Großartiges geleistet. Jedoch beklagen viele dieser Einrichtungen, dass sie teilweise nur an einem Tag in der Woche eine/n Kolleg/in die/der Schulpsychologe/Schulpsychologin ist, zur Verfügung haben. Dies ist zu wenig um allen SchülerInnen diese Unterstützungsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus braucht es eine deutlich höhere Kapazität um längerfristige, vertrauensvolle Beziehungen zu schaffen. Für die Integration von Flüchtlingen könnte hier mit wenig Aufwand ein großer Schritt getan und gleichzeitig das Lehrerkollegium entlastet werden.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Jutta Koller
Sabine Krieger
Oswald Utz
Gülseren Demirel
Dominik Krause

 

Mitglieder des Stadtrates

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