Migration und Gesundheit (I): Kulturelle Vielfalt in der Gesundheitsversorgung

Antrag

Migration und Gesundheit (I):
Kulturelle Vielfalt in der Gesundheitsversorgung

Die Verwaltung wird gebeten,

1. dem Stadtrat die Ergebnisse der Tagung „Migration und Gesundheit. Kulturelle Vielfalt als Herausforderung für die medizinische Versorgung“ des Deutschen Ethikrats (2010) vorzustellen;

2. aus den Ergebnissen mögliche Konsequenzen für München zu ziehen, wie z. B. die interkulturelle Öffnung der Gesundheitsversorgung, die Förderung der interkulturellen Kompetenz in der Ausbildung.

Begründung

Im Bereich Migration und Gesundheit gibt es einen großen Handlungsbedarf. Das zeigt auch das Thema der Jahrestagung des Deutschen Ethikrates (2010) „Kulturelle Vielfalt als Herausforderung für die medizinische Versorgung“.

Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit ist sozial und kulturell unterschiedlich geprägt. Einerseits überlagern „Faktoren wie Lebensalter, Geschlecht, Bildung oder soziale Schichtzugehörigkeit die Frage der ethnischen Herkunft“, andererseits spielen „kulturelle und mentale“ Einflüsse eine große Rolle (Deutscher Ethikrat, Tagungsdokumentation 2010). Die kulturbedingten Unterschiede haben großen Einfluss auf das Verstehen der Diagnose, den Krankheitsverlauf und den Umgang mit der Krankheit.

Der Deutsche Ethikrat hat die Diskussion eröffnet, die mit dem Migrationshintergrund verbundenen spezifischen Bedürfnisse adäquat zu berücksichtigen. Gewünscht ist, dass der Impuls „nun gesellschaftliche und politische Wirkungen entfalten möge“. (ibid. Deutscher Ethikrat)

Als Stadt mit dem größten Ausländeranteil sollte München die interkulturelle Öffnung auf der Basis der Erkenntnisse des Deutschen Ethikrates verstärken.

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Gülseren Demirel
Siegfried Benker
Lydia Dietrich
Dr. Florian Roth
Dr. Florian Vogel, Stadtrat

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