Mit Massentierhaltung Punkte sammeln – Bioanteil auf der Wiesn wird sinken

P R E S S E M I T T E I L U N G

Der Stadtrat hat heute beschlossen, die ohnehin geringe Bedeutung von biologisch zertifizierten Lebensmitteln für die Zulassung zum Oktoberfest noch weiter herunterzuschrauben. SPD und CSU beschlossen unter tatkräftiger Mithilfe der ÖDP, künftig auch für „Qualität aus Bayern“ einen Punkt zu vergeben, während es die bisherigen 4 Punkte – gewichtet mit Faktor 2 – nur noch für die für das Hauptsortiment mit dem Siegel Bio Bayern geben soll. Stadträtin Sabine Krieger bezeichnete das Vorgehen der Großen Koalition als „ökologische Bankrotterklärung für das Oktoberfest.“
Sabine Krieger: „Eine Perspektive für mehr gesündere und tierfreundlichere Lebensmittel auf dem Oktoberfest ist nicht erkennbar – im Gegenteil: Das Siegel „Qualität aus Bayern“ garantiert außer der Herkunft keinerlei Verbesserungen der Haltungsbedingungen außer einem – vielleicht – etwas kürzerem Weg zum Schlachthof. Dies mit einem Zulassungspunkt zu prämieren ist pure Heuchelei. Die Vergabe von Punkten für Produkte aus Massentierhaltung ist wegen der Verfälschung von Begriffen und Wertmaßstäben außerdem ein Verhöhnung aller Verbraucher und Erzeuger von Bioprodukten.“
Der Bioanteil auf der Wiesn wird sinken, denn 8 Biopunkten – die Höchstzahl – zu erreichen, wir wegen der Verschärfung der Kriterien auf bayerische Bioprodukte viel schwieriger als bisher – wenn nicht ganz unmöglich. Die Wiesn bleibt ein El Dorado für die industrielle Fleischerzeugung.“

 

 

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