Mobilitätskonzepte für Schulen

Antrag

Die Verwaltung erstellt für die Beschäftigten städtischer Schulen Mobilitätskonzepte mit dem Ziel, die „Lehrerparkplätze“ nach Möglichkeit für schulische Zwecke nutzen zu können. In der ersten Phase werden Konzepte für Schulen erstellt, deren Freiflächen durch Schulpavillons belegt werden.
Begründung:

Die Schulbauoffensive ist dringend notwendig. Für die benötigten Pavillons findet sich vor Ort jedoch häufig nur Platz auf den Schulhöfen, die dann der wachsenden Zahl von Kindern als Freiraum fehlen.

Dagegen bleiben die Lehrerparkplätze bisher unangetastet, obwohl ihre Flächen oft gut für schulische Zwecke nutzbar wären. Doch selbst für Schulen, die vor mehr als 100 Jahren errichtet wurden, wird die Bayerische Bauordnung als Begründung herangezogen, um den Bestand an Parkplätzen weiter zu garantieren.

Bei Neubauten wird sich die LH München künftig nicht mehr den Luxus leisten können, ebenerdige Stellplätze für das Lehrpersonal herzustellen. Sinnvollerweise gehören diese unter das Schulgebäude. Das ist teuer, aber flächensparend. Ein Tiefgaragenstellplatz kostet allein im Bau soviel wie ein 50-Jahresabo (4-Zonen) beim MVV.

In Zeiten wachsender Schülerzahlen und begrenzter Flächen muss die gesamte Schulfamilie enger zusammenrücken und manche Bequemlichkeit muss in Frage gestellt werden. Studien in verschiedenen Städten zeigen, dass Arbeitnehmer, denen an ihrem Arbeitsort ein Parkplatz sicher ist, weitaus häufiger mit dem Privatwagen zur Arbeit fahren als Arbeitnehmer ohne oder mit begrenzten Parkmöglichkeiten. Dies gilt auch für das Lehrpersonal.

Mit Mobilitätskonzepten kann man den Bedarf an Stellplätzen senken, Straßen entlasten und die Baukosten reduzieren. Oberstes Ziel eines Mobilitätskonzepts ist es jedoch, Flächen für die Schulfamilie zu gewinnen. Ein pragmatisches Vorgehen sollte diese Ziele vor Augen haben und nicht vom Grundsatz „warum etwas nicht geht“ geleitet sein.

Ein Mobilkonzept könnte beispielsweise die Zurverfügungstellung von Transportmöglichkeiten (vom Rollkoffer bis hin zum Carsharing), MVV-Jahreskarten und Tageslizenzen in Parklizenzgebieten beinhalten. Finanziert werden die Konzepte durch die eingesparten Baukosten.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages

 

Fraktion Die Grünen – rosa liste
Paul Bickelbacher
Herbert Danner
Anna Hanusch
Sabine Nallinger
Jutta Koller
Sabine Krieger
Oswald Utz
Gülseren Demirel

Mitglieder des Stadtrates

 

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