Mittwoch, 26. September 2018

Müllhalde Isar: gemeinsam eine Lösung finden

Die Grünen – rosa liste setzen für eine mögliche Lösung des Müllproblems an der Isar auf die Vernunft und das Verantwortungsgefühl der Bürgerschaft. Sie fordern, dass Stadtverwaltung, Bezirksausschüsse (BAs), Isar- und Umweltverbände Lösungsvorschläge erarbeiten, die die Stadtbevölkerung diskutieren und selbst verabschieden soll.

Die Isar ist der Natur-Erholungsraum Münchens. Gerade in den Sommermonaten strömen Münchnerinnen und Münchner in Scharen an die Ufer zum Entspannen, Feiern und Grillen. Die Folgen: Müllberge, von Glasscherben zerschnittene Hundepfoten und Verletzungsgefahr für Kinder, die dort tagsüber spielen. Auch die wertvolle, zum Teil einzigartige Flora und Fauna ist extrem belastet. Fledermäuse, Wasseramseln, der Grünspecht und die Glühwürmchen sind verschwunden: alles Zeichen großer Verschmutzung. Wegen der Rauchschwaden kann die Isar an heißen Tagen auch ihre Funktion als wichtigste Frischluftschneise und Belüftungsachse im Stadtgebiet nicht mehr erfüllen.

Die Stadtbevölkerung selbst ist mittlerweile hochgradig alarmiert von den Zuständen.

Die grün-rosa Rathausfraktion reagiert darauf und will mit der Bürgerschaft eine gemeinsame Lösung finden.

Ein Gremium aus Stadtverwaltung, BAs, Isar- und Umweltverbänden soll erste Lösungsansätze, so z.B. feste Grillplätze, mehr Toiletten, aber auch stärkere Kontrollen, erarbeiten, die die Stadtbevölkerung diskutieren und dann verabschieden soll. Entsprechende Bürgerbeteiligungsmaßnahmen gibt es zuhauf.

„Dass es tatsächlich notwendig ist, erwachsenen Menschen vorzuschreiben, ihren Müll nach der Party mitzunehmen, ist unfassbar“, erklärt Dr. Florian Roth, Fraktionsvorsitzender der Grünen – rosa liste. „Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich durch diese Rücksichtslosigkeit mancher stark gestört und haben zum Teil sehr konkrete und äußerst radikale Vorschläge. Um eine tragfähige Lösung für die Vermüllung der Isar zu finden, ist es aus unserer Sicht wichtig, einen breiten Konsens in der Stadtbevölkerung zu erzielen, anstatt den Bürgerinnen und Bürgern einfach irgendetwas vorzuschreiben. Es ist unsere Isar und unser Raum. Es muss eine große Einigkeit darüber bestehen, wie wir hier gemeinsam leben und miteinander umgehen wollen. Der achtsame Umgang mit Gemeinschaftsplätzen wie der Isar gehört unbedingt zu einem respektvollen und wertschätzenden Miteinander in dieser Stadt dazu.“

 

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